Wahlkampf in Armenien: Moskau erhöht den Druck – drohen gezielte Unruhen?.
Anzeichen für russische Einflussnahme vor den Wahlen
Nach Angaben von UATV: Vor den anstehenden Parlamentswahlen in Armenien mehren sich die Hinweise auf eine verstärkte Einflussnahme aus Russland. Der Politikwissenschaftler Ihor Tschalenko berichtet von Signalen, dass die Opposition dabei sei, Protestaktionen vorzubereiten. Gleichzeitig kann die Regierungspartei von Premierminister Nikol Paschinjan, der „Zivilvertrag“, weiterhin auf eine solide Anhängerschaft von 30 bis 35 Prozent bauen.
Schlüsselfiguren und ihre doppelten Staatsbürgerschaften
Eine zentrale Rolle im politischen Geschehen spielt die Partei „Starkes Armenien“, hinter der die Familie Karapetjan steht. Der jüngere Karapetjan besitzt sowohl die armenische als auch die russische Staatsbürgerschaft, während sein Vater sogar drei Pässe – von Armenien, Russland und Zypern – sein Eigen nennt. Tschalenko kommentiert diesen Umstand wie folgt:
„Derzeit entwickelt sich ein interessanter Fall um den jüngeren Karapetjan, gegen den ein Verfahren eröffnet wurde.“ – Ihor Tschalenko
Trotz des Engagements der Opposition liegt deren Wählerzustimmung unter zehn Prozent; einige Umfragen sehen sie sogar nur bei sechs Prozent. Tschalenko stellt klar:
„Was die Partei ‚Zivilvertrag‘ von Nikol Paschinjan betrifft, so liegt ihre Unterstützung bei etwa 30 bis 35 Prozent, und sie hat eine klare Führungsposition.“ – Ihor Tschalenko
Dies zeigt ein hohes Vertrauen in Paschinjan und seine politische Kraft. Hinzu kommt, dass rund 40 Prozent der armenischen Bürger ihre Wahl noch nicht getroffen haben – ein Faktor, der den Wahlausgang maßgeblich beeinflussen könnte. Tschalenko warnt: „Es gibt Anzeichen, dass von Seiten der Opposition Straßenschlachten vorbereitet werden.“
Diese Entwicklungen zeichnen ein Bild einer angespannten politischen Lage, in der vor den Wahlen sowohl Unterstützung als auch Widerstand verschiedener politischer Kräfte zunehmen.
Die politische Situation in Armenien bleibt angesichts der nahenden Parlamentswahlen angespannt. Die stabile Unterstützung für die Regierungspartei deutet auf eine gewisse Kontinuität hin, doch der hohe Anteil unentschlossener Wähler könnte der Opposition neue Chancen eröffnen. Gleichzeitig gibt die Zunahme von Proteststimmungen Anlass zur Sorge vor gewaltsamen Auseinandersetzungen, die das Land in eine noch tiefere politische Krise stürzen könnten.
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