Russland schult Beamte für Mobilmachung – Armee erleidet mehr Verluste als sie neue Soldaten gewinnt.

Russland schult Beamte für Mobilmachung – Armee erleidet mehr Verluste als sie neue Soldaten gewinnt
Russland schult Beamte für Mobilmachung – Armee erleidet mehr Verluste als sie neue Soldaten gewinnt

Übungen in der Oblast Wolgograd

Nach Angaben von Espreso.tv: In der russischen Oblast Wolgograd wurden Beamte in der Organisation von Mobilmachungsmaßnahmen geschult. Hintergrund sind die steigenden Verluste der russischen Armee. Die Übungen fanden an mehreren Orten statt, darunter in Wolgograd und Wolschski. Dort wurden unter anderem folgende Einrichtungen aufgebaut:

  • ein vorläufiger Sammelpunkt für Bürger;
  • eine Stelle zur Ausstellung von Einberufungsbescheiden;
  • eine Annahme- und Übergabestelle für Technik;
  • ein Ausbildungshauptquartier.

Laut einer Einschätzung des US-amerikanischen Zentrums für strategische und internationale Studien (CSIS) verlor die russische Armee im Jahr 2025 rund 425.000 Soldaten durch Tod oder Verwundung. Offizielle Quellen berichten von 417.000 neu angeworbenen Vertragssoldaten und Freiwilligen. Der Experte Janis Kluge wies jedoch darauf hin, dass im Jahr 2025 lediglich etwa 364.000 Personen einen Vertrag mit dem russischen Verteidigungsministerium unterzeichnet haben dürften. Im ersten Quartal 2026 sank die Rekrutierungsrate auf 70.500 Personen. Seit Ende 2025 gleicht der Nachschub die Verluste an der Front nicht mehr aus. Die russische Armee hat also zunehmend Schwierigkeiten, ihre Personaldecke zu halten.

Herausforderungen für die russische Armee

Am 14. Juni berichtete CNN, dass Russland erstmals Bürgern Geld dafür zahlt, dass sie in den Krieg ziehen. Die Rekrutierungszahlen gingen im ersten Quartal 2026 im Vergleich zu 2025 um 20 % zurück. Dies zeigt, dass das Interesse an einem Armeedienst angesichts der wachsenden Verluste sinkt. Diese Daten belegen ernsthafte Probleme, mit denen Russland im Zuge der anhaltenden Kampfhandlungen konfrontiert ist.

Die Übungen in der Oblast Wolgograd verdeutlichen die Bemühungen der russischen Regierung, den Personalmangel in der Armee zu beheben – ein Problem, das vor dem Hintergrund hoher Verluste immer dringlicher wird. Der Rückgang bei der Anwerbung von Vertragssoldaten und Freiwilligen unterstreicht die Schwierigkeiten der militärischen Rekrutierung. Die Lage deutet auf mögliche interne Probleme bei der Aufrechterhaltung der russischen Kriegsanstrengungen hin, was Auswirkungen auf die Dauer und Intensität des Konflikts haben könnte.


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