Systematische Angriffe auf die ukrainische Bahn: Über 165 getötete Fahrgäste.

Systematische Angriffe auf die ukrainische Bahn: Über 165 getötete Fahrgäste
Systematische Angriffe auf die ukrainische Bahn: Über 165 getötete Fahrgäste

Russische Angriffe auf die ukrainische Eisenbahninfrastruktur

Nach Angaben von UATV: Seit Beginn der groß angelegten Invasion im Februar 2022 greifen russische Truppen immer wieder ukrainische Personenzüge und Bahnanlagen an. Diese systematischen Attacken haben bisher mehr als 165 Menschen das Leben gekostet, über 900 wurden verletzt. Das Schienennetz des Landes erlitt schwere Schäden, was den Personenverkehr und die Sicherheit der Zivilbevölkerung massiv beeinträchtigt.

Bereits kurz nach Kriegsbeginn wurden die ersten Züge attackiert. Insgesamt verübte die russische Armee über 5.500 Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur der Ukraine. Ein besonders schwerer Vorfall ereignete sich am 27. Januar 2026: Im Gebiet Charkiw traf ein Angriff den Zug von Tschop nach Barwinkowe, in dem sich mehr als 150 Menschen befanden, überwiegend Frauen und Kinder. Ein Augenzeuge namens Omar berichtet:

„Ich drehte instinktiv den Hahn, und die Tritte öffneten sich. Ich begann, die Menschen hinauszuführen. Ich versuchte, sie so weit wie möglich in den Wald zu bringen und sie zu verteilen, weil mir klar war: Wenn der Zug das Ziel ist, dann sind die Drohnen gesteuert – der Operator sieht genau, wen er angreift.“

Ein weiterer gravierender Angriff ereignete sich am 24. August 2022 auf das Dorf Tschaplyne in der Region Dnipropetrowsk, bei dem 25 Menschen ums Leben kamen. Unter den Opfern waren auch unschuldige Kinder, wie Marjana Tkatschenko betont:

„Am schlimmsten ist es, Kinder im Alter meines eigenen Sohnes zu sehen. Sie haben einfach unschuldige Menschen getötet.“

Zustand der Bahninfrastruktur

Seit Kriegsbeginn hat die Eisenbahninfrastruktur kritische Schäden erlitten. Dennoch versichern Vertreter der ukrainischen Bahn, dass die Wiederherstellung läuft. Oleksandr Perzowskyj erklärt: „Die Gebäudeschäden sind schwerwiegend. Aber wir werden alles wieder aufbauen. Zuerst entstehen modulare Bauten, dann folgt die moderne Rekonstruktion des Bahnhofs.“ Trotz aller Widrigkeiten bemühen sich die Bahnmitarbeiter, den Transport aufrechtzuerhalten. Tetjana Synchenko erinnert sich: „Damals wurden alle Waggons eingesetzt. Alles, was fahren konnte, fuhr. Es waren verschiedene Waggons – sogar solche, die jahrelang stillgestanden hatten. Draußen war Winter, es war kalt. Aber alles, was fahrbereit war, war in Bewegung.“

Die Lage bei der Eisenbahn bleibt äußerst angespannt, doch die ukrainische Infrastruktur arbeitet trotz der ständigen Bedrohungen weiter.

Diese Attacken auf das ukrainische Schienennetz fordern nicht nur viele Menschenleben, sondern erschweren auch die Logistik – ein entscheidender Faktor für die Mobilität der Bevölkerung und den Transport humanitärer Güter. Im Krieg bleibt die Bahn ein kritischer Bestandteil der Infrastruktur, der dringend wiederhergestellt und geschützt werden muss. Der Wiederaufbau von Gleisen und Stationen ist ein wichtiger Schritt, um die Sicherheit und den Komfort der Reisenden zu gewährleisten und die Wirtschaft des Landes in Kriegszeiten zu stützen.


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