Paralympics 2026: Russland und Belarus starten wieder unter Nationalflaggen – Proteste folgen.
Umstrittene Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees
Nach Angaben von UATV: Erstmals seit 2014 dürfen russische und belarussische Athleten bei den Paralympischen Spielen wieder unter ihren Nationalflaggen antreten. Diese Entscheidung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) stößt auf scharfe Kritik, insbesondere aus der Ukraine. Zu den Winterspielen, die am 6. März 2026 beginnen, sind bereits sechs russische und vier belarussische Sportler mit nationaler Symbolik zugelassen.
Bereits 2023 war die Teilnahme in neutralem Status erlaubt worden, was ebenfalls auf geteiltes Echo traf. Italien hat sich nun gemeinsam mit 33 weiteren Nationen und der EU-Kommission ausdrücklich gegen den aktuellen IPC-Beschluss ausgesprochen. Die Rückkehr zu nationalen Symbolen markiert somit eine deutliche Wende.
Empörung in der Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Entscheidung scharf und bezeichnete sie als "schmutzig", "unmöglich zu respektieren" sowie "schrecklich und ungerecht".
Andrij Sybiga, Vertreter des ukrainischen Paralympischen Teams, betonte: 'Die Zulassung Russlands und Belarus' unter nationalen Symbolen ignoriert die einfache Wahrheit: Diese Flaggen und Hymnen stehen für Regime, die einen Angriffskrieg führen.'
Pawel Hrod, Chef des ukrainischen Paralympischen Teams, wies darauf hin, dass ein bedeutender Teil seiner Mannschaft aus Sportlern bestehe, die infolge des unprovozierten Krieges verwundet wurden. Auch Glenn Mikallef positionierte sich klar: 'Solange Russlands aggressiver Krieg gegen die Ukraine andauert, kann ich die Wiederzulassung nationaler Symbole nicht unterstützen.'
Der Beschluss des IPC hat somit intensive Debatten und deutlichen Widerspruch hervorgerufen. Er unterstreicht die schwierige Gratwanderung internationaler Sportverbände in politisch aufgeladenen Zeiten. Viele Nationen sehen die Teilnahme unter Nationalsymbolen angesichts der anhaltenden Aggression als inakzeptabel an. Diese Entwicklung könnte wegweisend für weitere Entscheidungen im Weltsport sein, wo Politik und Sport zunehmend verschmelzen. Zugleich könnte sie neue Verhandlungen über die Rolle des Sports in internationalen Konflikten anstoßen.
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