Afrikanische Staatsbürger werden von Russland mit Jobversprechen in den Ukraine-Krieg gelockt.
Anwerbung per Hubschrauber: Afrikaner als Kanonenfutter
Nach Angaben von UATV: Russland rekrutiert systematisch Menschen aus afrikanischen Ländern für den Krieg gegen die Ukraine – und setzt sie als 'Kanonenfutter' ein. Das bestätigte das Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation beim Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat der Ukraine am 27. März 2023. Die Anwerbung erfolge demnach durch Täuschung und Manipulation.
Der Informationsminister von Simbabwe, Jemus Soda, erklärte, dass den Betroffenen gut bezahlte Jobs versprochen werden. Derzeit werde versucht, mindestens 66 simbabwische Staatsbürger zurückzuholen, die diesen Machenschaften zum Opfer gefallen sind. Nach Angaben des kenianischen Nationalen Nachrichtendienstes haben russische Stellen rund tausend Bürger dieses Landes angeworben. Auch in der Republik Südafrika wurden Rekrutierungsnetze aufgedeckt, bei denen junge Menschen über Online-Spiele und digitale Plattformen geködert werden.
Methoden und Folgen der Anwerbung
Eine anonyme Quelle berichtet, dass den Menschen eine gut bezahlte Arbeit versprochen wurde. Nach ihrer Ankunft in Russland seien ihnen jedoch die Pässe abgenommen und sie ohne angemessene Ausbildung zwangsweise an die Front geschickt worden. Russland bedient sich halbkrimineller Netzwerke und manipulativer Kampagnen, um immer neue Opfer zu finden. Sobald die Ausländer an der Front sind, tauchen die Anwerber meist unter – die Familien der Getöteten erhalten weder Entschädigungen noch Informationen aus Moskau. Bekannt ist zudem, dass die Russische Föderation zunehmend aggressiver Ausländer einsetzt, um die eigenen Verluste im Krieg gegen die Ukraine auszugleichen.
Diese Lage zeigt die neuen Methoden, mit denen Russland seine militärischen Reihen im Konflikt mit der Ukraine auffüllt. Die Anwerbung von Ausländern – besonders aus Ländern mit schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen – deutet auf einen Mangel an eigenen Soldaten in der russischen Armee hin. Der Einsatz von Betrug und Täuschung zur Gewinnung neuer Rekruten wirft nicht nur ethische Fragen auf, sondern erhöht auch die Sicherheitsrisiken für die Menschen, die diesen Machenschaften zum Opfer fallen. Hinzu kommt, dass die Betroffenen oft völlig ahnungslos in eine gefährliche Lage geraten, aus der sie kaum entkommen können.
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