Russlands Ausweg über Ausländer: Warum fremde Rekruten die Armee nicht retten.
Die Suche nach Kanonenfutter im Ausland
Nach Angaben von UATV: Um die enormen Verluste im Krieg gegen die Ukraine auszugleichen, greift Russland auf eine umstrittene Taktik zurück: Die gezielte Anwerbung ausländischer Kämpfer. Dies geschieht über Arbeitsvermittlungen und im Rahmen der Arbeitsmigration. Allein im Jahr 2022 schickte Moskau mindestens 18.000 Bürger aus Asien, Afrika und Lateinamerika an die Front. Experten wie das Center for Countering Disinformation weisen jedoch darauf hin, dass diese Praxis oft Merkmale von Menschenhandel aufweist und gegen das humanitäre Völkerrecht verstößt.
Die Dimension der Verluste zeigt, warum dieser Schritt getan wird: Bis zum 29. Januar hatte Russland in diesem Krieg über 1,2 Millionen Soldaten verloren. Laut dem Center for Strategic and International Studies (CSIS) beliefen sich die Verluste für 2022 allein auf 425.000 Tote und Verwundete. Angesichts von durchschnittlich 35.000 Ausfällen pro Monat kann der Zulauf ausländischer Rekruten die Lage an der Front nicht grundlegend wenden.
Die wirtschaftliche Abwärtsspirale
Die Kriegsfolgen zeichnen sich auch in der russischen Wirtschaft immer deutlicher ab. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs 2025 um weniger als 1 Prozent, während die industrielle Produktion schrumpft. Das Wirtschaftswachstum verlangsamte sich im selben Jahr auf nur noch 0,6 Prozent – ein deutliches Signal für die schweren Belastungen durch den Konflikt. Der Ökonom Denis Popowitsch bringt es auf den Punkt:
„сейчас в России тяжелая ситуация, последствия войны накрывают российскую экономику“(„Die Lage in Russland ist derzeit schwer, die Kriegsfolgen überrollen die russische Wirtschaft“). Seine Aussage unterstreicht die Ernsthaftigkeit der Herausforderungen.
Die Rekrutierung von Ausländern offenbart eine kritische Schwäche der russischen Streitkräfte und die Verzweiflung angesichts der personellen Ausblutung. Parallel dazu zeigen die wirtschaftlichen Probleme – das gedämpfte BIP-Wachstum und die schwindende Industrieproduktion –, dass die Kriegsfolgen die innere Stabilität des Landes langfristig untergraben könnten. Beide Entwicklungen deuten auf eine anhaltend angespannte Lage an der Front und in der Wirtschaft hin, die dringender Lösungen bedarf.
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