Neue Rekruten für den Krieg: Russland wirbt gezielt Studenten und Afrikaner an.
Zielgruppe Studenten und Ausländer
Nach Angaben von UATV: Um ihre Verluste in der Ukraine auszugleichen, setzt die russische Armee zunehmend auf die Rekrutierung von Studenten und Ausländern. Besonders im Fokus stehen dabei Personen aus afrikanischen Ländern und Südostasien. Menschenrechtsorganisationen bewerten diese Kampagne bereits als eine zweite Mobilisierungswelle. Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes kämpfen derzeit fast 2.000 Söldner aus 36 afrikanischen Staaten auf russischer Seite.
Ausmaß und Hintergründe der Anwerbung
Die Werbung von Studenten für einen Armeedienstvertrag hat in Russland eine neue Dimension erreicht. Bisher wurden über 1.400 afrikanische Staatsbürger identifiziert, die für Russland kämpfen. Mindestens 316 von ihnen sind bereits gefallen, darunter allein 55 aus Ghana seit Kriegsbeginn. Diese Zahlen unterstreichen die wachsende Abhängigkeit des Kremls von ausländischen Kämpfern im Ukraine-Krieg.
Angesichts des akuten Personalmangels an der Front hat das russische Verteidigungsministerium eine Propagandakampagne zur Anwerbung von Schülern und Studenten gestartet.
„An der Front fehlt es eindeutig an Menschen, und das Verteidigungsministerium hat eine Werbekampagne zur Rekrutierung von Schülern für die russische Armee gestartet“, berichtet The Insider.
Parallel plant der Kreml, vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2026 insgesamt 261.000 russische Staatsbürger zum Wehrdienst einzuziehen. Dieser Schritt ist eine direkte Reaktion auf die enormen Verluste, die sich nach verschiedenen Schätzungen auf über 1.315.000 Mann belaufen. Die aggressive Suche nach neuen Rekruten wird damit zu einem zentralen Bestandteil der russischen Militärstrategie.
Die massenhafte Anwerbung von Studenten und Ausländern offenbart die gravierenden personellen Schwierigkeiten, mit denen Russland im Ukraine-Krieg konfrontiert ist. Die hohen Verluste zwingen das Regime, jede verfügbare Quelle für Soldaten zu erschließen, was auf einen lang andauernden Konflikt hindeutet. Der Einsatz ausländischer Söldner wirft zudem internationale Fragen auf und könnte zu diplomatischen Verstimmungen mit den Herkunftsländern führen.
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