Nur noch eine einsatzfähige ‚Oreschnik‘: Russlands Raketenvorrat ist erschöpft.
Der Zustand der ‚Oreschnik‘-Raketen
Nach Angaben von Novyny.live: Russland hat seinen Bestand an ballistischen ‚Oreschnik‘-Raketen nahezu aufgebraucht. Lediglich eine einzige dieser Waffen ist noch für Angriffe nutzbar. Die wenigen verbliebenen Geschosse weisen erhebliche Ungenauigkeiten auf – ihre Treffsicherheit ist stark eingeschränkt. Ein Grund dafür ist die Verwendung alter sowjetischer Kreiselplattformen vom Typ GU-503 in den russischen Rüstungsfabriken, was die Effektivität der Raketen beeinträchtigt. Die ‚Oreschnik‘-Raketen haben eine Streuung von mehreren Dutzend Kilometern, was zu unvorhersehbaren Zerstörungen an nicht vorgesehenen Orten führen kann.
Eine dieser Raketen schlug sogar auf dem Gebiet des besetzten Donbass ein – ein Beleg für die Gefahr, die von der mangelhaften Qualität ausgeht. Der Institute for the Study of War (ISW) veröffentlichte am 16. Juni die Ergebnisse einer Untersuchung, die diese Erkenntnisse bestätigt. Die ersten Fälle des Einsatzes fehlerhafter Raketenserien wurden bereits im November 2024 dokumentiert. Ursprünglich war geplant, im Jahr 2025 vier weitere Raketen zu montieren, doch angesichts der aktuellen Lage könnte dies zu einem erheblichen Problem werden.
Technische Schwierigkeiten und ihre Folgen
Am 12. Juni 2026 gab die ukrainische Luftwaffe eine Warnung vor einem möglichen ‚Oreschnik‘-Angriff heraus. Vladyslav Vlasiuk betonte, dass die Rakete keine importierten Hochtechnologien aus den USA, der EU oder Japan enthalte – ein Hinweis auf die begrenzten technischen Möglichkeiten bei der Herstellung. Laut einer Quelle aus dem russischen Verteidigungsministerium hätten die Produzenten ‚bewusst die Qualitätssicherungsprotokolle missachtet‘, was die mangelnde Einhaltung von Standards unterstreicht.
Aufgrund dieser Mängel ist die Genauigkeit der ‚Oreschnik‘-Raketen fragwürdig, was schwerwiegende Konsequenzen für ihren Einsatz unter Gefechtsbedingungen haben könnte. Putin drohte der Ukraine öffentlich mit harter Vergeltung für Angriffe auf russische Treibstoffanlagen – ein Zeichen für die anhaltende Spannung zwischen den Ländern. Angesichts des aktuellen Zustands der Raketen ist ihre tatsächliche Schlagkraft jedoch deutlich gemindert.
Diese Informationen offenbaren ernste Probleme im russischen Rüstungssektor, die den Verlauf der Kampfhandlungen in der Ukraine beeinflussen könnten. Die Erschöpfung der Raketenbestände und ihre geringe Treffgenauigkeit deuten auf mögliche Schwierigkeiten für Russland bei der Planung von Angriffen hin. Gleichzeitig zeigt die zunehmende Spannung in der Region, etwa durch Putins Drohungen, dass der Konflikt trotz der technischen Einschränkungen Russlands weiter eskalieren könnte.
Lesen Sie auch
- Korruptionsverdacht: 102 Millionen Griwna bei Panzerbeschaffung veruntreut – Anklage erhoben
- Toter Mann bei Paris: Epstein-Scout unter Mordverdacht?
- 68 Millionen Griwna veruntreut: Polizei ermittelt gegen Baufirma für Drohnenabwehr
- Ukrainische Nationalgarde: Korruptionsskandal um über 150 Millionen Griwna bei Immobiliengeschäften aufgedeckt
- Gericht verbietet Enthüllung zu Wohnungen des Bruders von DBR-Chef: Berufung wird am Montag verhandelt
- Geheimprojekt „Spinne“ gescheitert: Wie die russische FSB bei einer KI-Entwicklung versagte

