500.000 russische Soldaten in der Ukraine gefallen – bedroht Moskau nun das Baltikum?.

500.000 russische Soldaten in der Ukraine gefallen – bedroht Moskau nun das Baltikum?
500.000 russische Soldaten in der Ukraine gefallen – bedroht Moskau nun das Baltikum?

Ein möglicher Angriff auf das Baltikum

Nach Angaben von Espreso.tv: Die Vorstellung, dass Russland das Baltikum überfallen könnte, sorgt weiterhin für Unruhe – besonders angesichts der enormen Verluste, die die russische Armee im Krieg gegen die Ukraine erlitten hat. Konservative Schätzungen gehen davon aus, dass Russland bis zum Jahr 2025 rund 500.000 Soldaten verloren hat, was seine Kampfkraft erheblich geschwächt hat. Hinzu kommen Verluste an Panzerfahrzeugen: Über 3.000 Kampfpanzer und mehr als 7.000 weitere gepanzerte Fahrzeuge wurden zerstört. Diese Zahlen lassen ernsthafte Zweifel daran aufkommen, ob Russland überhaupt noch in der Lage ist, groß angelegte Militäroperationen durchzuführen.

Prognosen und die Wirklichkeit

In verschiedenen Szenarien für eine mögliche Eroberung des Baltikums wird ein koordinierter Angriff aus drei Richtungen beschrieben: von Belarus aus, aus Osten und von Kaliningrad aus. Doch die tatsächliche Lage sieht anders aus: Seit nunmehr drei Jahren gelingt es der russischen Armee nicht, die Städte Pokrowsk und Mala Tokmatschka unter ihre Kontrolle zu bringen. Das zeigt deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die russischen Streitkräfte im Gefecht zu kämpfen haben, und stellt ihre Fähigkeit infrage, noch komplexere Aufgaben erfolgreich zu bewältigen.

Die Bedrohung für das Baltikum ist damit zwar auf einen Zeitraum von fünf bis zehn Jahren hin real, doch der tatsächliche Zustand der russischen Armee könnte weit weniger aggressiv sein, als die Prognosen vermuten lassen. Die enormen Verluste an Personal und Material sind ein entscheidender Faktor, der die weitere Entwicklung in der Region maßgeblich beeinflussen dürfte.

Angesichts der aktuellen militärischen Schwierigkeiten Russlands erscheint die Wahrscheinlichkeit, dass aggressive Pläne im Baltikum tatsächlich umgesetzt werden können, als gering. Die Gefahr besteht zwar fort, doch die militärischen Fähigkeiten des Landes haben sich durch den Konflikt in der Ukraine drastisch verringert. Das könnte in den kommenden Jahren auch die Außenpolitik Russlands verändern, insbesondere im Verhältnis zu seinen Nachbarstaaten.


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