ISW-Bericht widerlegt Kreml-Propaganda: Russland verlor 8 Prozent der besetzten Gebiete.

ISW-Bericht widerlegt Kreml-Propaganda: Russland verlor 8 Prozent der besetzten Gebiete
ISW-Bericht widerlegt Kreml-Propaganda: Russland verlor 8 Prozent der besetzten Gebiete

Kreml-Erzählung von ukrainischem Zusammenbruch hält Fakten nicht stand

Nach Angaben von TSN.ua: Ein aktueller Bericht des Institute for the Study of War (ISW) entlarvt die russische Darstellung eines kollabierenden ukrainischen Widerstands. Die Analyse zeigt vielmehr signifikante territoriale Verluste der russischen Besatzungstruppen. Auf dem Höhepunkt der russischen Invasion im März 2022 kontrollierte Moskau 26,16 Prozent der ukrainischen Gebiete. Bis Ende April 2022 schrumpfte dieser Anteil jedoch bereits auf 20,21 Prozent. Bis zum Jahresende 2022 ging der von Russland gehaltene Landanteil weiter auf 17,84 Prozent zurück.

In den Jahren 2023 und 2024 blieb der russische Territorialbesitz mit Werten zwischen 17,9 und 18,52 Prozent relativ stabil. Bis Ende 2025 stieg der Kontrollanteil dann wieder auf 19,32 Prozent an. Diese Zahlen belegen eine deutliche Diskrepanz zwischen der realen Lage an der Front und den optimistischen Erfolgsmeldungen aus Moskau. So behauptete der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow, die Truppen hätten in den ersten zwei Januarwochen 2026 über 300 Quadratkilometer erobert. Die ISW-Analysten verzeichneten für den Zeitraum vom 31. Dezember bis zum 13. Januar jedoch lediglich einen Zugewinn von 73,82 Quadratkilometern.

Übertriebene Erfolgsmeldungen als Teil der Kriegsführung

Die Übertreibung militärischer Erfolge scheint dabei System zu haben. Kremlsprecher Dmitri Peskow behauptete,

„der Entscheidungskorridor für die Ukraine verengt sich“
, und Gerassimow sprach von einer
„unausweichlichen Sieges des Aggressorlandes“
. Laut ISW sind solche Aussagen Teil einer gezielten Strategie zur Verbreitung von Desinformation, die deren Glaubwürdigkeit grundsätzlich in Frage stellt. Solche Propaganda zielt darauf ab, die eigene Bevölkerung zu mobilisieren und den Gegner zu demoralisieren.

Der Bericht macht somit deutlich, dass die tatsächliche territoriale Dynamik des Krieges nicht mit der Siegesrhetorik des Kremls übereinstimmt. Dies unterstreicht die anhaltende Widerstandskraft der ukrainischen Streitkräfte.

Die Analyse zeigt, wie wichtig eine faktenbasierte Auswertung der Frontlage ist, um sich nicht von manipulativen Informationskampagnen täuschen zu lassen. Ein realistisches Bild der Situation ist nicht nur für die militärische Einschätzung entscheidend, sondern auch für die Aufrechterhaltung der internationalen Unterstützung der Ukraine im Kampf um ihre territoriale Souveränität. In der weiteren Kriegsentwicklung werden solche unabhängigen Analysen für fundierte strategische Entscheidungen unverzichtbar bleiben.


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