Russlands 'Sewer-Szenario' bei Kostjantyniwka: Was droht der Front?.
Die Lage in Kostjantyniwka
Nach Angaben von TSN.ua: Im Raum Kostjantyniwka wenden russische Truppen die sogenannte "Sewer-Taktik" an. Dabei dringen kleine Infanteriegruppen rasch vor und werden dabei massiv durch Artillerie, Drohnen und Fliegerbomben unterstützt. Nach der Etablierung eines Brückenkopfes zieht der Gegner zusätzliche Einheiten nach, was die Lage für die ukrainischen Verteidiger erheblich erschwert. Diese Taktik ist nach der Stadt Sewerodonezk benannt, wo sie bereits mit Erfolg eingesetzt wurde.
Die ukrainischen Streitkräfte bekämpfen derzeit vereinzelte feindliche Gruppen. Allerdings zeigen sich an beiden Flanken Schwachstellen. Kostjantyniwka gerät teilweise in einen Feuerkessel, was die Verteidigung zusätzlich gefährdet. Die Frontlinie verschiebt sich, und der Gegner formt eine Art "Sack" in der Mitte, was die Kontrolle über die Situation deutlich komplizierter macht.
Einschätzungen und Gefahren
Experten wie Iwan Stupak halten es mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% für möglich, dass Kostjantyniwka der nächste Ort eines gegnerischen Durchbruchs wird. Der Militäranalytiker Bohdan Myroschnikow warnt:
“Je länger es dauert, desto schwieriger wird es. Wenn sich nichts ändert, wird Kostjantyniwka verloren gehen.” - Bohdan Myroschnikow
Die Lage ist kritisch, da die Kontrolle über die Stadt für beide Konfliktparteien von hoher strategischer Bedeutung ist. Ein Verlust Kostjantyniwkas könnte russischen Truppen den Weg in die Tiefe der ukrainischen Stellungen öffnen. Dies würde die Verteidigung nicht nur der Stadt, sondern auch benachbarter Gebiete extrem unter Druck setzen. Die Verstärkung der Verteidigungsmaßnahmen ist daher für die ukrainischen Kräfte eine dringende Priorität, um eine weitere Eskalation und Verluste zu verhindern.
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