Mobilisierungswelle in Russland: Kreml plant angeblich Rekrutierung von über 500.000 Soldaten – Experten raten wehrpflichtigen Männern zur Ausreise vor dem Herbst.

Mobilisierungswelle in Russland: Kreml plant angeblich Rekrutierung von über 500.000 Soldaten – Experten raten wehrpflichtigen Männern zur Ausreise vor dem Herbst
Mobilisierungswelle in Russland: Kreml plant angeblich Rekrutierung von über 500.000 Soldaten – Experten raten wehrpflichtigen Männern zur Ausreise vor dem Herbst

Russland verschärft Mobilmachung

Nach Angaben von UATV: Der ukrainische Experte Andrij Kowalenko empfiehlt russischen Männern im wehrfähigen Alter, das Land bis zum Herbst zu verlassen. Grund dafür seien die Pläne des Kremls, mehr als eine halbe Million Menschen einzuziehen. Kowalenko zufolge könnten die aktuellen Mobilisierungsmaßnahmen die Truppenstärke jedoch um maximal 31.000 Soldaten erhöhen. Er warnt zudem, dass eine mögliche offizielle Mobilmachung nach den Dumawahlen im Herbst angekündigt werden könnte, was in der russischen Bevölkerung für Unruhe sorgt.

Lage in der Ukraine

In der Ukraine dauern die heftigen Kämpfe an. Jüngsten Berichten zufolge haben ukrainische Einheiten im Rahmen der Dobropol-Operation mehr als 182 Quadratkilometer Gebiet zurückerobert. Dabei befreite das 425. Sturmregiment sechs Ortschaften in der Oblast Dnipropetrowsk. Die russischen Streitkräfte erlitten bei diesen Einsätzen schwere Verluste von schätzungsweise 35.000 bis 36.000 Soldaten.

Dmytro Snjahyrow betonte, dass 'die grundlegende Verlustrate die Möglichkeiten der personellen Auffüllung übersteigt'.

Als Reaktion auf die hohen Verluste weitet Russland die Rekrutierung von Häftlingen zur Verstärkung der Armee aus. Gleichzeitig intensiviert der Kreml seine militärischen Aktivitäten, insbesondere durch Angriffe auf logistische Einrichtungen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass 'Schläge in der Nähe von Moskau sowie in der Oblast Tambow ausgeführt wurden'.

Bis Mitte Juli wurden zudem im Asowschen und Schwarzen Meer fast 200 Schiffe getroffen. Dies zeigt die wachsende feindliche Aktivität in mehreren Regionen. Robert 'Madjjar' Browdy wies darauf hin, dass 'der Gegner bis zu zweihundert 'Rubikon'-Einheiten von der Kontaktlinie abzieht, um die Schattenflotte zu schützen'.

Fachleute warnen außerdem, dass die Versorgung mit Ressourcen wie Treibstoff kritisch werden könnte, falls der Mangel 45 Prozent oder mehr erreicht. Oleksandr Sawtschenko erklärte: 'Die Lage würde sich dramatisch verlangsamen, wenn diese Ressourcen – womit wir Benzin, Diesel und Kerosin für Flugzeuge meinen – knapp werden.'

Die Frontlage bleibt somit angespannt, und beide Seiten bereiten sich auf weitere Schritte vor. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen die zunehmende Spannung in der Region und das Risiko einer Eskalation, besonders im Hinblick auf Russlands Mobilisierungspläne. Gleichzeitig zeigen die Erfolge der ukrainischen Streitkräfte deren Fähigkeit, der russischen Aggression zu widerstehen, auch wenn die hohen Verluste auf beiden Seiten zu weiterer Instabilität führen könnten. Die Gesamtsituation ist dynamisch, und das weitere Vorgehen beider Konfliktparteien wird den Verlauf der Ereignisse maßgeblich beeinflussen.


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