Feuer im Höhlenkloster nach russischem Angriff: Kuppel der Mariä-Entschlafens-Kathedrale getroffen.
Nächtlicher Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster
Nach Angaben von Novyny.live: In der Nacht zum 15. Juni wurde das Kiewer Höhlenkloster Ziel eines russischen Angriffs. Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, ein Herzstück des UNESCO-Welterbes, fing Feuer. Die Flammen griffen auf das Dach des Gotteshauses über. Maxim Ostapenko, der Generaldirektor des Nationalen Schutzgebiets 'Kiewer Höhlenkloster', bestätigte, dass eine russische Drohne direkt die Dachkonstruktion der Kathedrale traf.
Ein Jahrtausend Geschichte in Gefahr
Das im Jahr 1051 gegründete Höhlenkloster gehört zum UNESCO-Welterbe und steht unter dem Schutz der Zweiten Protokolls zur Haager Konvention von 1954. Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, deren Grundsteinlegung 1073 erfolgte, ist das älteste und bedeutendste Bauwerk der Anlage. Durch den Brand entstand nicht nur am Dach der Kathedrale Schaden, auch andere Gebäude auf dem Klostergelände wurden in Mitleidenschaft gezogen. Dieser Vorfall reiht sich in eine Serie von Attacken auf das kulturelle Erbe der Ukraine ein. Bereits am 24. Mai wurden bei einem Beschuss Kiews 14 Kulturdenkmäler beschädigt.
Der Verlust oder die Beschädigung solcher historischen Stätten löst bei Ukrainern und der internationalen Gemeinschaft große Besorgnis aus. Sie sind unersetzliche Zeugnisse der eigenen Identität. Das Kiewer Höhlenkloster ist älter als die Kathedrale Notre-Dame in Paris und bleibt ein zentrales Symbol der ukrainischen Geschichte und Spiritualität.
Der Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster zeigt nicht nur die militärischen Handlungen, sondern auch deren verheerende Auswirkungen auf den Erhalt des ukrainischen Kulturerbes. – Maxim Ostapenko
Die beschädigten Monumente sind stumme Zeugen einer jahrhundertealten Geschichte und der Identität eines Volkes. Ihre Zerstörung ist ein tiefer Einschnitt. Die Weltgemeinschaft verfolgt die Entwicklungen genau, denn solche Vorfälle gefährden das kulturelle und historische Erbe nicht nur der Ukraine, sondern ganz Europas.
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