Ukrainischer Geheimdienst dokumentiert russische Uranmunition: 80-fach erhöhte Strahlung gemessen.
Munition mit abgereichertem Uran im Einsatz
Nach Angaben von UATV: Der Sicherheitsdienst der Ukraine hat neue Belege dafür gesammelt, dass Russland bei Angriffen auf die Region Tschernihiw Geschosse mit abgereichertem Uran einsetzt. Die dokumentierten Vorfälle betreffen Drohnen vom Typ 'Geran-2', die zwischen April und Juni 2023 von russischen Truppen verwendet wurden.
Nach Erkenntnissen der Ermittler nutzen die russischen Streitkräfte radioaktive Bestandteile in Raketen des Modells R-60M. Messungen ergaben eine Überschreitung der natürlichen Strahlenbelastung um das 80-Fache. Die Gammastrahlung von Drohnenfragmenten liegt zwischen 8,3 und 24 Mikrosievert pro Stunde – der zulässige Grenzwert beträgt dagegen nur 0,3 Mikrosievert pro Stunde. Die Munition enthält die nuklearen Materialien Uran-235 und Uran-238; der Nachweis radioaktiver Komponenten erfolgte mit dosimetrischen Geräten.
Der ukrainische Sicherheitsdienst betont, dass 'die Strahlenbelastung eine unmittelbare Gefahr für die menschliche Gesundheit und die Umwelt darstellt'.
Nach der Entdeckung der gefährlichen Geschosse wurden umfassende Maßnahmen zur Entschärfung und zum Schutz der Bevölkerung eingeleitet. Bürger, die auf verdächtige Gegenstände stoßen, können folgende Notrufnummern kontaktieren:
- SBU (Sicherheitsdienst) — 1516
- Staatlicher Notdienst (GSChS) — 101
- Nationalpolizei — 102
Risiken für Gesundheit und Umwelt
Der Einsatz von Munition mit abgereichertem Uran gibt nicht nur wegen der unmittelbaren Strahlungsgefahr Anlass zu ernster Sorge, sondern auch wegen der möglichen Langzeitfolgen für die Bevölkerung und die Natur. Die Lage erfordert erhöhte Aufmerksamkeit von medizinischen und ökologischen Fachstellen sowie von internationalen Organisationen, die sich mit nuklearer Sicherheit befassen. Eine enge Abstimmung zwischen Behörden und Bürgern ist entscheidend, um rechtzeitig auf derartige Bedrohungen reagieren zu können.
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