Krankenhaus in Saporischschja unter Beschuss: Geburtsklinik von russischen Truppen getroffen.

Krankenhaus in Saporischschja unter Beschuss: Geburtsklinik von russischen Truppen getroffen
Krankenhaus in Saporischschja unter Beschuss: Geburtsklinik von russischen Truppen getroffen

Geburtsklinik in Saporischschja unter Feuer

Nach Angaben von Novyny.live: Russische Angreifer haben am 1. Februar eine Entbindungsklinik in der südukrainischen Stadt Saporischschja beschossen. Dies bestätigte der Leiter der Bezirksverwaltung, Oleh Burjak. Zum Zeitpunkt des Angriffs hielten sich 16 werdende Mütter, drei davon mit ihren Neugeborenen, sowie 15 medizinische Fachkräfte in der Einrichtung auf. Die ohnehin prekäre Lage für die Zivilbevölkerung wird durch winterliche Temperaturen von bis zu -7 °C zusätzlich verschärft. Solche Angriffe auf zivile Infrastruktur sind ein wiederkehrendes Merkmal des Krieges in der Ukraine.

Weitere Angriffe und ein Attentat

Die Geburtsklinik ist kein Einzelfall. Innerhalb der letzten 24 Stunden griffen russische Truppen die Region Saporischschja massiv an; dabei wurden zehn Menschen verletzt. In der beschädigten Klinik laufen seit zwei Tagen Aufräumarbeiten. Fenster und Türen werden notdürftig verschlossen, da das Gebäude durch den Beschuss nicht mehr dicht ist.

Parallel dazu verübten Unbekannte in Saporischschja ein Attentat auf den Vorsitzenden der Gemeinde Tawrijsk, Mykola Swyrydenko. Er erlitt durch eine Drohnenexplosion in der Nähe seines Autos penetrierende Verletzungen an Lunge und Leber. Dieser Vorfall unterstreicht die akute Gefahr, der lokale Amtsträger ausgesetzt sind. Die Ereignisse zeigen eine deutliche Eskalation der Gewalt gegen die Zivilbevölkerung in der Region.

Dieser Vorfall ist Teil eines größeren Musters in diesem Konflikt, in dem zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser systematisch angegriffen werden. Oleh Burjak

Die Sicherheits- und humanitäre Lage in der Region gibt weiterhin großen Anlass zur Sorge. Angesichts der anhaltenden Angriffe und der direkten Bedrohung für das Leben der Menschen vor Ort ist eine angemessene Unterstützung und ein wirksamer Schutz der Zivilbevölkerung dringend erforderlich.


Lesen Sie auch

Werbung