Russische Besatzer riskieren Milzbrand-Ausbruch in der Region Cherson – Geheimdienst warnt.
Bedrohung durch Milzbrand in der besetzten Ukraine
Nach Angaben von UATV: Auf dem vorübergehend besetzten Gebiet der Region Cherson gehen russische Soldaten äußerst fahrlässig mit verendeten Tieren um. Sie verscharen Kadaver von infiziertem Vieh, ohne dabei grundlegende Hygienevorschriften einzuhalten. Nach Erkenntnissen der Hauptverwaltung für Aufklärung des ukrainischen Verteidigungsministeriums gibt es dort bis zu 50 solcher Tierkörperbeseitigungsstellen. Besonders brisant: Rund zehn dieser Plätze stellen eine unmittelbare Gefahr für die Anwohner und die Umwelt dar.
Risiken für Bevölkerung und Natur
Die verscharrten Tierkadaver liegen in der Nähe der Ortschaften Askanija-Nowa, Skadowsk und Schelesnyj Port. Manche dieser Stellen sind weniger als einen Kilometer von Wohnhäusern entfernt – das birgt erhebliche Gesundheitsrisiken. Zudem befinden sich einige der Ablagerungen in Gebieten mit hohem Grundwasserspiegel, was die Ausbreitung der Seuche zusätzlich begünstigen könnte.
„Die Russen entsorgen die verseuchten Tiere, ohne sich an irgendwelche Hygienestandards zu halten“, erklären Vertreter des militärischen Nachrichtendienstes.
Sie betonen außerdem: „Das bewusste oder fahrlässige Schaffen von Bedingungen für einen Milzbrand-Ausbruch ist ein weiteres Verbrechen des russischen Aggressorstaates.“ Die Lage beunruhigt Anwohner und Gesundheitsexperten gleichermaßen, denn die Folgen könnten für Menschen und Tiere verheerend sein. Vor dem Hintergrund des Krieges, der den Zugang zu medizinischer Versorgung und Fachpersonal stark einschränkt, gewinnt die Seuchengefahr zusätzlich an Brisanz.
Die Vorgehensweise der Besatzer verdeutlicht nicht nur humanitäre, sondern auch ökologische Risiken, die durch die Kampfhandlungen entstehen. Ein Ausbruch von Milzbrand könnte die Gesundheit der Bevölkerung massiv gefährden und die Landwirtschaft in der Region nachhaltig schädigen.
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