Russlands Armee verliert monatlich 8.000 Soldaten – wie der Kreml das Loch zu stopfen versucht.
Die prekäre Lage der russischen Streitkräfte
Nach Angaben von UATV: Angesichts hoher Verluste im Ukraine-Krieg steht das russische Mobilisierungssystem vor massiven Problemen. Die Armee verzeichnet ein monatliches Minus von 8.000 Mann an der Front. Den aktuellen Zahlen zufolge erlitt sie 30.000 Verluste, konnte aber nur 22.000 neue Rekruten gewinnen. Diese Lücke versucht der Kreml mit allen Mitteln zu schließen – ein Zeichen für die anhaltende Schwächung seiner Truppen.
Fragwürdige Methoden der Personalbeschaffung
Um die Kampfstärke zu halten, greifen die russischen Militärs nicht nur auf reguläre Rekruten zurück. Sie setzen zunehmend auch Ausländer, Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen und sogar Schwerkranke ein. So wurden allein an der Front in Saporischschja über 1.300 Gefangene und Kranke in Kämpfe geschickt – eine Praxis, die ethische und sicherheitstechnische Bedenken aufwirft.
Hinzu kommen wirtschaftliche Schwierigkeiten: Viele Regionen Russlands können die hohen Prämien für Söldner nicht mehr aufbringen, was die Anwerbung zusätzlich erschwert. Sergej Brattschuk bringt die Diskrepanz auf den Punkt:
„Die Zahlen sprechen für sich: 30.000 Verluste und 22.000, die sie in der ganzen russischen Scheinimperium zusammengekratzt haben. Das ergibt ein Minus von 8.000.“
Der Kreml plant daher, die Mobilisierungsmaßnahmen zu verschärfen, um wenigstens das Niveau des Vorjahres zu halten.
„In der RF werden die Formen der Mobilisierung verschärft werden, um wenigstens auf das Level zu kommen, das sie im Verlauf des letzten Jahres demonstriert haben,“so Brattschuk.
Gleichzeitig wird die Bedrohung durch Drohnen immer größer: Unbemannte Systeme stellen bereits etwa 60% der gesamten Schlagkraft an der Front. Ihre Treffergenauigkeit stieg seit ihrer Einführung im Sommer 2025 auf 33%. Dies deutet auf weitere Verschärfungen der Lage hin.
„Die Treffer durch unsere Drohnen werden zunehmen, und entsprechend werden die Verluste der Russen ebenfalls steigen,“fasst Brattschuk zusammen.
Die russische Armee befindet sich somit in einer Abwärtsspirale: Die monatlichen Verluste übersteigen die Neuankömmlinge bei Weitem. Dies gefährdet die Fähigkeit des Kremls, den Krieg ohne schwerwiegende Folgen für die eigene Kampfkraft fortzusetzen.
Die Situation bei den russischen Streitkräften offenbart die enormen Herausforderungen, die das Land nach Jahren des Krieges bewältigen muss. Die hohen Verlustzahlen und die Kluft zwischen Rekrutierung und Gefallenen zwingen den Kreml zu immer verzweifelteren Maßnahmen. Diese Notlösungen bergen erhebliche Risiken und könnten die militärische Strategie Russlands langfristig untergraben.
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