190 Jahre altes Gotteshaus in der Ostukraine durch russischen Beschuss zerstört.
Schwere Schäden an der Mariä-Entschlafens-Kirche
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 19. November 2025 wurde die Gemeinde Meschowa von einem Angriff getroffen, der die über 190 Jahre alte Mariä-Entschlafens-Kirche beschädigte. Die Siedlung liegt nur zehn Kilometer von der Frontlinie entfernt und erlebt nun erneut die Zerstörung eines bedeutenden religiösen Bauwerks.
Ursprünglich wurde die Kirche im Jahr 1830 errichtet. Doch bereits 1972 ließ die sowjetische Regierung das erste Gebäude niederreißen. Nach jahrelangen Wiederaufbauarbeiten konnte der Neubau am 7. September 2002 geweiht werden. Nun, am 19. November 2025, wurde das Gotteshaus durch russischen Beschuss erneut schwer in Mitleidenschaft gezogen – ein weiteres Beispiel für die angespannte Lage in der Region.
Pater Georgi, der Vorsteher der Kirche, äußerte sich nach dem Angriff: 'Es fällt mir sehr schwer, jetzt Worte zu finden. Dieser Ort war unser gemeinsamer Gebetsraum, hier teilten wir Freude und Leid, hier beteten wir für Frieden und für unsere Verteidiger. Doch wir werden alles wieder aufbauen.'
Diese Worte zeigen die Hoffnung und Entschlossenheit der Gemeinde trotz aller Widrigkeiten.
Ausmaß der Zerstörung
Erst Ende Mai hatte die russische Armee die Kirche der Geburt der Allerheiligsten Gottesmutter in Sakytne (Oblast Donezk) zerstört. Dies verdeutlicht, wie stark religiöse Gemeinschaften in der Ukraine unter dem Krieg leiden.
Der Angriff auf die Mariä-Entschlafens-Kirche reiht sich ein in die traurige Bilanz des Ukraine-Konflikts, bei dem immer wieder religiöse Stätten zum Ziel militärischer Gewalt werden. Die Zerstörung solcher Gebäude trifft nicht nur das kulturelle Erbe, sondern auch das spirituelle Zentrum der örtlichen Bevölkerung. Der Wiederaufbau dieser Orte wird für die Bewohner zu einem Symbol der Widerstandsfähigkeit und des Zusammenhalts im Kampf um Frieden in ihrer Heimat.
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