Russlands Ölpreis stürzt unter die Kostengrenze: Warum Kremls Dumping-Strategie versagt.
Russlands Ölpreis stürzt unter die Kostengrenze: Warum Kremls Dumping-Strategie versagt
Nach Angaben von UATV: Der Kreml versucht, seine asiatischen Absatzmärkte durch massive Preisunterbietung zu halten. Doch diese Strategie verliert zunehmend an Wirkung, wie Experte Oleg Pendzin am 29. Januar 2023 im Sender FREEДОМ analysierte. Internationale Kontrollen und der Druck der USA führen dazu, dass russisches Rohöl in Tankern gestapelt wird. Die Folge sind Verluste im Export und ein Kollaps der Logistik. Für Russland ist das eine gefährliche Entwicklung, denn der Öl- und Gassektor finanziert bis zur Hälfte aller Staatseinnahmen.
Die Krise im russischen Ölsektor
Der Anteil der Öleinnahmen am russischen Staatshaushalt liegt bei etwa 35 bis 36 Prozent. Bis zu 50 Prozent der Einkommensteuereinnahmen stammen aus der Ölbranche. Doch die Lage ist angespannt: In den letzten sechs Monaten hat sich die Menge an Öl in wartenden Tankern um das 1,6-Fache erhöht – ein klares Zeichen für gestautes Rohöl ohne Abnehmer. Der Preis für russisches Öl ist auf nur noch 32 bis 33 US-Dollar pro Barrel gefallen und liegt damit unter den direkten Produktionskosten. Diese Preisschwelle ist psychologisch und wirtschaftlich bedeutsam.
Oleg Pendzin betonte, dass Indien inzwischen unabhängig von russischem Öl geworden sei. China handle nur noch in den Bereichen, die für das Land selbst vorteilhaft sind.
Diese Entwicklung erschwert Russlands Position auf dem Weltmarkt erheblich. Ein weiteres Problem: Im Land selbst fehlen ausreichende Lagermöglichkeiten für die angestaute Rohölmenge. All diese Faktoren zeigen, dass die Dumping-Politik des Kremls unter dem internationalen Druck immer weniger effektiv wird.
Die Situation offenbart kritische Schwachstellen im russischen Ölsektor, die weitreichende Folgen für die gesamte Volkswirtschaft haben können. Die wachsenden Ölberge in den Tankern könnten zu einem weiteren Preisverfall und damit zu sinkenden Staatseinnahmen führen, was den Haushalt massiv belasten würde. Marktteilnehmer könnten beginnen, nach Alternativen zu suchen und in andere Sektoren zu investieren, was die globale Wettbewerbsfähigkeit Russlands weiter schwächen würde. Letztlich droht dem Land eine noch größere wirtschaftliche Isolierung, die seine Zukunftsaussichten trübt.
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