Russland führt den digitalen Rubel in den besetzten Gebieten ein: Was bedeutet das?.

Russland führt den digitalen Rubel in den besetzten Gebieten ein: Was bedeutet das?
Russland führt den digitalen Rubel in den besetzten Gebieten ein: Was bedeutet das?

Nach Angaben von inkorr.com: Ab dem 1. Oktober wird in den vorübergehend besetzten Gebieten der russische 'digitale Rubel' eingeführt. Dies wurde vom Zentrum zur Bekämpfung von Desinformation bekannt gegeben.

Es ist bekannt, dass ein Teil der sozialen Zahlungen bereits in 'digitaler' Form ausgezahlt wird. Für den Zeitraum von 2026 bis 2028 sind umfassende Implementierungen des 'digitalen Rubels' mit den größten Banken und Handelsunternehmen geplant. Das Geld wird in speziellen digitalen Geldbörsen aufbewahrt, auf die über mobile Bankanwendungen und Online-Banking zugegriffen werden kann.

'Durch die digitale Währungsform erhält der Staat die vollständige Kontrolle über die Transaktionen von Bürgern und juristischen Personen, verfolgt jeden Kauf und finanzielle Ströme. Der Kreml kann die Ausgaben von 'digitalen Rubeln' nach Wohnort oder Warenart einschränken sowie die Konten der Bürger ohne Gerichtsbeschluss blockieren und automatisch Steuern, Strafen und andere Zahlungen abziehen,' - erklärte man im Zentrum.

Kontrolle über die Bevölkerung und Unternehmen

Experten weisen darauf hin, dass die Einführung des 'digitalen Rubels' nicht nur eine neue Technologie und Vereinfachung des Geldverkehrs ist, sondern auch ein Instrument zur Kontrolle über die Bevölkerung und die Wirtschaft. Die Verwendung dieses Systems in den besetzten Gebieten der Ukraine deutet auf Russlands Absicht hin, diese weiter in seinen sozialen und finanziellen Raum 'einzugliedern' und der lokalen Bevölkerung finanzielle Freiheit zu entziehen.

Solche Schritte zeigen Russlands Bemühungen, seinen Einfluss auf die vorübergehend besetzten Gebiete zu festigen. Die Einführung des 'digitalen Rubels' könnte Teil einer Strategie zur Assimilation der lokalen Bevölkerung und zur Kontrolle der wirtschaftlichen Prozesse sein, was wiederum Besorgnis bei Experten und Menschenrechtlern hervorruft.


Lesen Sie auch

Werbung