Die Entwicklung der erneuerbaren Energien wird durch Schulden gebremst – Experte.
Die Entwicklung der Gas-, Solar- und Windenergieerzeugung in der Ukraine geht weiter, aber ihr Tempo ist weit entfernt von einem potenziellen 'Boom'. Laut dem Experten Adrian Prokip bremsen Probleme mit Schulden auf dem Markt und das Unverständnis von Geschäftsprozessen die Entwicklung neuer Akteure. Prokip kommentiert die Situation mit der Stromabschaltung in der Ukraine.
Im vergangenen Jahr wurden neue Kapazitäten in der Gas- und Solarenergieerzeugung hinzugefügt, aber dieser Anstieg kann nicht als 'Boom' bezeichnet werden, trotz der Erleichterungen bei der Anschlussbedingungen und der Inbetriebnahme neuer Anlagen, merkt Prokip an.
Nach Angaben des Experten gibt es zwei Hauptgründe, die die Entwicklung bremsen. Der erste ist das Unverständnis von Geschäftsprozessen auf dem Strommarkt durch nicht-betriebswirtschaftliche Unternehmen. Der zweite ist die Verzerrung des Geschäftsmodells durch Schulden auf dem Markt. Prokip erinnert daran, dass im vergangenen Jahr die installierten Kapazitäten der Solarenergieerzeugung um 800 MW gestiegen sind.
Die Erhöhung wurde durch die Abschaffung von Mehrwertsteuer und Zöllen auf den Import von Solar-Panels und Ausrüstung begünstigt– erklärt Prokip.
Nach Meinung des Experten haben Probleme mit den Anreizen für Windenergie deren Entwicklung eingeschränkt.
Im Jahr 2024 wird es in der Ukraine 44,6 MW Windkraftwerke geben, während es 2023 238 MW waren– sagt er.
Dennoch bereitet das Parlament laut Prokip Anreize vor, die das Tempo des Baus von Windenergieanlagen beschleunigen sollen.
Zur Erinnerung: Die Analysefirma ExPro Consulting hatte zuvor erklärt, dass die Verschuldung auf dem Elektrizitätsmarkt der Ukraine ein kritisches Problem ist, das die Entwicklung des Energiesektors des Landes erheblich beeinflusst.
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