Tote an Tankstellen in Russland: Kreml drosselt Benzinverkauf nach ukrainischen Angriffen.

Tote an Tankstellen in Russland: Kreml drosselt Benzinverkauf nach ukrainischen Angriffen
Tote an Tankstellen in Russland: Kreml drosselt Benzinverkauf nach ukrainischen Angriffen

Benzinkrise in Russland

Nach Angaben von UATV: In Russland haben sich an Tankstellen lange Warteschlangen gebildet, nachdem die Ölverarbeitung auf ein historisches Tief gefallen ist. Leider gab es dabei auch Todesfälle. Der Kreml hat außerhalb von Moskau strenge Beschränkungen für den Verkauf von Treibstoff verhängt, was die Lage noch verschärft.

Nach Angaben aus Branchenkreisen hat Russland rund 40 Prozent seiner Raffineriekapazitäten eingebüßt. Im Juli 2023 sank das verarbeitete Ölvolumen auf den niedrigsten Stand seit 2005. Die Folge: Im Landesdurchschnitt hat jede dritte Tankstelle kein Benzin mehr. In einigen Regionen ist die Situation noch dramatischer – dort sind etwa die Hälfte aller Zapfsäulen außer Betrieb. Dieser Engpass trifft vor allem die ländliche Bevölkerung hart, die auf das Auto angewiesen ist.

Todesfälle und ihre Folgen

Innerhalb weniger Tage starben zwei Menschen in den Warteschlangen an Tankstellen. Ein 80-jähriger Mann erlag in der Region Perm den Strapazen, ein 75-jähriger Autofahrer in Karelien. In Moskau hingegen hatten 85 Prozent der Tankstellen in den letzten 24 Stunden keine Versorgungsprobleme – doch das lindert die wachsende Anspannung in den anderen Landesteilen nicht.

Hinzu kommt: In den vergangenen 100 Tagen haben die ukrainischen Streitkräfte rund 50 Angriffe auf russische Treibstoffinfrastruktur geflogen. Dabei wurden mindestens 24 der 34 größten Raffinerien des Landes getroffen. Diese Attacken verschlimmern die ohnehin prekäre Versorgungslage zusätzlich.

Die Treibstoffkrise in Russland offenbart tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Verwerfungen, die durch den Verlust von Raffineriekapazitäten und den Krieg in der Ukraine ausgelöst wurden.

Die wachsenden Spannungen an den Tankstellen und die Todesfälle in den Schlangen zeigen, wie sehr die Bevölkerung leidet – vor allem in Regionen, die besonders von der Benzin-Knappheit betroffen sind. Die vom Kreml verhängten Verkaufsbeschränkungen könnten zu noch mehr sozialen Unruhen und Protesten führen.


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