Schamanin-Betrügerin hat Dutzende Menschen um 11 Millionen Dollar betrogen: So funktionierte das Schema.
Nach Angaben von ТСН: In Österreich sucht die Polizei nach einer 44-jährigen Frau, die sich als Schamanin verkleidete und nach Angaben der Ermittler Dutzende Menschen um mehr als 11 Millionen Dollar betrogen hat.
Zusammen mit ihrer 19-jährigen Tochter überzeugten sie die Opfer, dass ihr Schmuck verflucht sei und spezielle Reinigungsrituale benötige.
Das Betrugsschema
Mariana Michailovits handelte in Wien und München, wo sie zusammen mit ihrer Tochter Anna wohlhabende Frauen auf der Straße suchte. Sie überzeugten potenzielle Opfer, dass sie deren Schmuck von 'bösen Geistern' durch schamanistische Rituale befreien könnten – natürlich gegen eine beträchtliche Gebühr.
Nach Informationen der Staatsanwaltschaft schüchterten die Frauen die Opfer mit schrecklichen 'Visionen' ein und berichteten von angeblich unabwendbaren schweren Krankheiten oder Unfällen, die ihren Angehörigen widerfahren könnten. Am schlimmsten war, dass, laut ihrer Aussage, der einzige Weg, um Tragödien zu vermeiden, darin bestand, einen Exorzismus über den Schmuck durchzuführen.
Folgen der Betrügereien
Nachdem sie Geld und Schmuck erhalten hatten, brachen Michailovits und ihre Tochter jeglichen Kontakt zu den Opfern ab. Die Ermittlungen ergaben, dass sie in den letzten zehn Jahren mindestens 19 Personen in Deutschland und Österreich betrogen haben.
Eine der Frauen übergab Michailovits über 673.000 Dollar in dem Glauben, dass sie angeblich von Dämonen besessen sei. Ein anderes Opfer zahlte mehr als 65.000 Dollar in der Hoffnung, von Krebs geheilt zu werden, starb jedoch leider an der Krankheit.
Ermittlungen und Festnahmen
Nach der Sammlung ausreichender Beweise führte die österreichische Polizei eine Durchsuchung im Haus der Familie Michailovits in Wien durch. Die Behörden nahmen die Tochter Anna, den Mann von Mariana sowie ihren 29-jährigen Sohn fest. Die Frau selbst, die als Hauptverdächtige gilt, wird derzeit gesucht.
Bei den Durchsuchungen fand die Polizei 25 Kilogramm Goldbarren, Schmuck, edle Uhren, Bargeld in Schweizer Franken und US-Dollar sowie 14 Autos. Die Ermittlungen konnten nicht beweisen, dass das gesamte beschlagnahmte Eigentum illegal erworben wurde, und das Gericht wies die Verdächtigen an, etwas mehr als 2 Millionen Dollar zu zahlen. Die Verteidigung betonte, dass dieses Geld angeblich aus Geschenken, Erbschaften und Immobiliengeschäften stamme.
Diese Geschichte dient als alarmierende Erinnerung an Betrügereien, die die Verwundbarkeit von Menschen in schwierigen Zeiten ausnutzen. Sie zeigt die einzigartigen Methoden, die Kriminelle verwenden, um vertrauensvolle Opfer zu betrügen, und die Wichtigkeit der Vorsicht im Umgang mit unbekannten Personen. Ob das rechtliche System in der Lage ist, die Geschädigten zu schützen und die Schuldigen zu bestrafen, wird die Zeit zeigen.
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