Russland umgeht Sanktionen durch Diamanten: Wie Millionen Euro in den Krieg in der Ukraine fließen.

Russland umgeht Sanktionen durch Diamanten: Wie Millionen Euro in den Krieg in der Ukraine fließen
Russland umgeht Sanktionen durch Diamanten: Wie Millionen Euro in den Krieg in der Ukraine fließen

Nach Angaben von inkorr.com: Die Russische Föderation sucht weiterhin nach neuen Wegen, um die Sanktionen der Europäischen Union zu umgehen, die versuchen, ihre finanziellen Möglichkeiten im Krieg einzuschränken.

Umgehung der Verbote

Ab dem 1. Januar 2024 wird es im EU eine Importverbot für russische Diamanten geben. Gleichzeitig haben die USA, Kanada und Großbritannien 2022 Sanktionen gegen den Konzern 'Alrosa' verhängt, der 97 % der russischen Diamantenproduktion kontrolliert.

Um die Sanktionen zu umgehen, hat 'Alrosa' eine Scheinfirma namens PBK gegründet, die einer Frau gehört, die zuvor für das Unternehmen gearbeitet hat, um die Herkunft der russischen Diamanten zu verschleiern.

Ermittlungen von Arctida

Journalisten des Projekts Arctida enthüllten Einzelheiten dieses Schemas. Die Diamanten werden zunächst nach Armenien verschickt, wo sie bearbeitet werden, wodurch formal ihre russische Herkunft in armenische umgewandelt wird.

Nach diesem Schritt werden die Diamanten nach Indien, in die VAE oder nach China verkauft und gelangen dann nach Antwerpen, dem größten Zentrum der Diamantenindustrie in der EU. Der Branchenverband AWDC in Antwerpen versicherte, dass ab Januar 2024 keine russischen Edelsteine mehr gehandelt werden, jedoch zeigen die Recherchen von Arctida, dass das Geschäft dort weiterhin floriert.

Finanzielle Folgen

Von Januar 2023 bis März 2024 wird die Firma PBK Diamanten im Wert von 250 Millionen Euro exportieren. Diese Einnahmen werden in der RF besteuert, was zur Auffüllung der russischen Militärkasse beiträgt.

Es ist erwähnenswert, dass das Schlupfloch zur Umgehung der Diamantensanktionen von der EU selbst hinterlassen wurde. Obwohl ein Blockchain-Tracking-System zur Kontrolle der Herkunft von Diamanten geplant ist, unterliegt derzeit nur das Gestein mit einem Gewicht von weniger als 0,5 Karat dieser Kontrolle. Alle Edelsteine werden erst ab dem 1. Januar 2026 nachverfolgt.

Somit nutzt die Russische Föderation weiterhin Schemen zur Umgehung internationaler Sanktionen, und neue Maßnahmen könnten sich als unzureichend erweisen, um dieses Phänomen wirksam zu bekämpfen. Mit der aufgeschobenen Einführung des Trackingsystems bestehen im EU ernsthafte Risiken, die die Ergebnisse im Kampf gegen die Finanzierung der russischen Kriegsmaschinerie beeinflussen können.

Die Situation mit den Diamantensanktionen erfordert weiterhin eine sorgfältige Überwachung, da unerwünschte Folgen unzureichender Kontrollen den Konflikt verschärfen und die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und Drittländern vertiefen können.


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