Der Tschernobyl-Sarkophag hat seine Schutzfunktionen verloren: Welche Gefahr bringt ein Raketenangriff.
Bedrohung für das Kernkraftwerk Tschernobyl
Nach Angaben von ТСН: Die Anlage "Unterkunft" und der neue sichere Einschluss (NSK) am Kernkraftwerk Tschernobyl sind komplexe Ingenieurbauten, die jedoch nicht für neue Bedrohungen wie Raketenangriffe oder Drohnenangriffe ausgelegt sind. Jegliche Aggression in der Umgebung des Werks kann zu ernsthaften radiologischen Folgen führen.
Der Experte bemerkte auch, dass der vierte Block des Kernkraftwerks Tschernobyl immer noch in einem Notzustand ist und der Kernbrennstoff sich nach wie vor im Reaktor befindet. Obwohl das Schutzdach existiert, sind seine Möglichkeiten für einen wirksamen Schutz vor modernen Bedrohungen unzureichend.
„Tatsächlich sind Atomkraftwerke, insbesondere solche Einrichtungen wie das Kernkraftwerk Tschernobyl, das 1986 eine Katastrophe erlitt, nicht für militärische Einsätze konzipiert. Der vierte Block, über dem der neue sichere Einschluss errichtet wurde, ist eines der komplexesten Ingenieurbauten der Welt. Wenn es dort zu einem Treffer durch 'Schahed', 'Iskander' oder eine andere Rakete kommt, könnten die Folgen sowohl in planmäßiger als auch in nicht-planmäßiger Hinsicht sehr schwerwiegend sein“, erklärte der Experte.
Langfristige Folgen der Katastrophe
Der Spezialist betonte, dass die vollständige Wiederherstellung des zerstörten Reaktors in einen ökologisch sicheren Zustand keine Aufgabe für Jahrzehnte, sondern für Jahrhunderte ist. Die Folgen der Katastrophe von 1986 werden für die kommenden Generationen eine Herausforderung bleiben.
„Die Folgen der Katastrophe werden noch bis zu unseren Enkeln reichen. Die Rückführung eines solchen Objekts in einen sicheren Zustand erfordert keine Jahrzehnte, sondern Jahrhunderte. Daher ist dieses Objekt komplex und gefährlich im Hinblick auf nukleare und strahlenschutztechnische Sicherheit, und militärische Aktivitäten könnten ihm erheblichen Schaden zufügen“, fasste der Experte zusammen.
Früher wies der Direktor des Kernkraftwerks Tschernobyl darauf hin, dass russische Angriffe den Sarkophag am Kernkraftwerk Tschernobyl beschädigen könnten.
Laut einem Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) stellte eine Inspektionsmission zu Beginn dieses Monats fest, dass das Schutzdach über dem Reaktor und der Sarkophag über dem CKW Tschernobyl „ihre wesentlichen Sicherheitsfunktionen verloren haben, einschließlich der Fähigkeit, radioaktive Materialien einzufangen“, und stellte außerdem fest, dass die tragenden Strukturen keinen dauerhaften Schaden erlitten hatten.
Diese jüngsten Erkenntnisse der IAEO unterstreichen die Dringlichkeit, Sicherheitsfragen rund um das Kernkraftwerk Tschernobyl zu klären. Obwohl die Eingrenzung radiologischer Bedrohungen Priorität hat, bleibt die Militarisierung der Region und mögliche Angriffe auf nukleare Objekte ein ernstes verstecktes Risiko für die internationale Gemeinschaft. Richtige Sicherheitsmaßnahmen und internationale Kontrollen könnten eine Garantie für eine sichere Zukunft für dieses sensible Gebiet sein.
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