Ukrainischer Geheimdienst erhebt schwere Vorwürfe gegen russischen Generalmajor.
Anklage wegen Angriffs auf Kinderklinik
Nach Angaben von Novyny.live: Der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU) hat formell Anklage gegen den russischen Generalmajor Serhij Kuwaldin erhoben. Ihm wird vorgeworfen, für den Raketenangriff auf die Kinderklinik 'Ohmatdyt' in Kiew am 8. Juli 2024 verantwortlich zu sein. Der Angriff wurde mit einer strategischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101 durchgeführt, die von einem russischen Tu-95MS-Bomber abgefeuert wurde. Bei diesem Kriegsverbrechen kamen zwei Zivilisten ums Leben, Dutzende weitere wurden verletzt.
Zum Zeitpunkt des Angriffs war Serhij Kuwaldin erster Stellvertreter des Kommandeurs und Stabschef der russischen Fernfliegerkräfte. Nach dem Angriff auf die Klinik wurde er befördert und ist nun Kommandeur der Fernfliegerkräfte der russischen Streitkräfte. Gegen ihn wurde in Abwesenheit nach Artikel 438, Absatz 2 des ukrainischen Strafgesetzbuches ermittelt, der Verstöße gegen die Gesetze und Gebräuche des Krieges ahndet. Solche Ermittlungen sind ein zentraler Bestandteil der ukrainischen Justizstrategie.
Weitere Ermittlungen und internationale Dimension
Der Generalmajor steht bereits in einem weiteren Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit einem Raketenangriff auf Lwiw in der Nacht vom 3. auf den 4. September 2024 unter Verdacht. Diese parallelen Verfahren unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Vorwürfe und die systematische Arbeit ukrainischer Strafverfolgungsbehörden bei der Aufklärung von Kriegsverbrechen. Der SBU setzt seine Ermittlungen fort und sammelt Beweise, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
Die offizielle Anklageerhebung gegen Generalmajor Kuwaldin markiert einen wichtigen Schritt im ukrainischen Kampf gegen Kriegsverbrechen im aktuellen Konflikt.
Dieser Fall ist Teil einer Reihe von Untersuchungen, die das Bestreben der ukrainischen Behörden zeigen, Personen zur Verantwortung zu ziehen, die Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung begehen. Die Entwicklungen werden von der internationalen Gemeinschaft aufmerksam verfolgt, da sie auch für künftige völkerrechtliche Verfahren von Bedeutung sein könnten.
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