Sechs neue Wege, dem Dienst an der Waffe zu entgehen: SBU zerschlägt Netzwerke.
Schlag gegen Mobilisierungs-Betrug in der Ukraine
Nach Angaben von Novyny.live: In einer gemeinsamen Aktion haben der ukrainische Sicherheitsdienst (SBU), das Staatliche Untersuchungsbüro (DBR) und die Nationalpolizei am 17. Februar sechs neue illegale Methoden aufgedeckt, mit denen sich Personen dem Wehrdienst entziehen wollten. Die Organisatoren wurden festgenommen. Den Ermittlungen zufolge bewegten sich die Preise für diese illegalen Dienstleistungen zwischen 2.000 und 15.000 US-Dollar.
Unter den Festgenommenen befindet sich ein Stadtratsabgeordneter aus der Region Odessa, der als praktizierender Neurologe gefälschte medizinische Atteste verkaufte. Ebenfalls in Gewahrsam sind der stellvertretende Leiter einer regionalen Katastrophenschutzbehörde in den Karpaten sowie ein Mann aus der Region Kiew, der gefälschte Ausreisedokumente anbot.
- In der Region Dnipropetrowsk verschafften zwei Beschuldigte Wehrpflichtigen Anstellungen in einem Unternehmen, das eine anschließende Dienstreise ins Ausland vorsah.
- In der Region Cherkasy wurde der Leiter einer Abteilung in einem Dorfrat verdächtigt.
Den Strafverfolgungsbehörden zufolge drohen den Tätern bis zu zehn Jahre Haft mit Vermögenskonfiszierung.
Die Aufdeckung dieser Netzwerke unterstreicht die konsequenten Bemühungen der Behörden, Manipulationen bei der Mobilisierung zu bekämpfen.
Die Vorfälle ereignen sich vor dem Hintergrund des anhaltenden Krieges, in dem die Mobilisierung für die Verteidigungsfähigkeit des Landes von zentraler Bedeutung ist. Die Festnahmen zeigen, dass auch Amtsträger zur Rechenschaft gezogen werden. Dies verdeutlicht den verschärften und systematischen Kampf des Staates gegen Korruption und Wehrdienstentziehung in dieser kritischen Phase.
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