Sicherheitsdienst entscheidet über Zugang zur Druschba-Pipeline: Kiew nennt EU-Kommission Zeitrahmen für Wiederinbetriebnahme.
Wer darf an die Druschba-Pipeline?
Nach Angaben von Novyny.live: Die Entscheidung darüber, ob ausländische Vertreter Zugang zur Erdölpipeline 'Druschba' erhalten, fällt in der Ukraine der Sicherheitsdienst (SBU). Da das Land unter Kriegsrecht steht, gilt für diese strategisch wichtige Anlage eine Zugangsbeschränkung – die Freigabe erfolgt ausschließlich durch den SBU. Die ukrainische Seite steht im Austausch mit Ungarn und der Slowakei, um die Lage rund um die Pipeline zu erörtern.
Der Europäischen Kommission hat Kiew bereits einen ungefähren Zeitplan für eine mögliche Wiederaufnahme des Pipelinebetriebs übermittelt. Zuvor hatte Ungarn Interesse an einer Inspektion des Leitungszustands bekundet. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat zudem technische Hilfe und finanzielle Mittel für die Wiederherstellung der Druschba-Pipeline in Aussicht gestellt.
Warum der Zugang zur Pipeline derzeit so brisant ist
Die Frage des Zugangs zu diesem kritischen Infrastrukturobjekt bleibt hochaktuell, denn Ungarn hatte das Thema Druschba-Pipeline als Druckmittel in Verhandlungen über 90 Milliarden Euro an EU-Hilfen für die Ukraine genutzt. Ein ukrainischer Vertreter erklärte dazu:
„Unter Kriegsrecht liegt die Entscheidung über den Zutritt zu einer strategischen Anlage beim Sicherheitsdienst der Ukraine. Wir stehen mit Ungarn und der Slowakei in Kontakt, was die Situation um die Pipeline betrifft.“
Die Kontrolle über den Zugang zur Druschba-Pipeline bleibt somit in den Händen der ukrainischen Behörden, die gemeinsam mit internationalen Partnern an der Wiederherstellung des Betriebs arbeiten.
Die Wiederinbetriebnahme der Druschba-Pipeline ist für die Energieversorgungssicherheit der Ukraine und ihrer europäischen Partner von großer Bedeutung – insbesondere in Zeiten des Krieges und wirtschaftlicher Schwierigkeiten. Die Unterstützung durch die EU-Kommission sowie die aktiven Gespräche mit Ungarn und der Slowakei könnten zur Stabilisierung der regionalen Lage beitragen und die Energiepartnerschaften zwischen den Ländern stärken. Dies unterstreicht zugleich, wie wichtig internationale Zusammenarbeit bei der Lösung globaler Energieprobleme ist.
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