Zehn Jahre Haft für Ex-Berkut-Kommandeur: Urteil nach Gewalt gegen Euromaidan-Proteste.
Urteil des Bezirksgerichts Obolon in Kiew
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 13. Juli 2026 verurteilte das Bezirksgericht Obolon in Kiew sechs Personen wegen Straftaten gegen Teilnehmer der Revolution der Würde. Der ehemalige Kommandeur der Spezialeinheit 'Berkut' sowie weitere Polizeibeamte wurden für die gewaltsame Niederschlagung der Proteste im Januar 2014 zur Verantwortung gezogen. Dieses Urteil ist ein bedeutender Schritt zur Aufarbeitung der damaligen Ereignisse.
Zu den Verurteilten zählen der Ex-Kommandeur der 'Berkut', drei seiner Untergebenen sowie zwei Koordinatoren der sogenannten 'Titushky' (zivile Schlägertrupps). Sie alle waren an der gewaltsamen Unterdrückung der Proteste beteiligt, bei der am 23. Januar 2014 auf den Straßen Hruschewskoho und Schtschoras insgesamt 22 Demonstranten und andere Bürger rechtswidrig festgenommen wurden.
- Der ehemalige 'Berkut'-Kommandeur erhielt eine Freiheitsstrafe von 10 Jahren.
- Zwei seiner Untergebenen wurden zu je 8 Jahren Haft verurteilt.
- Die beiden Koordinatoren der 'Titushky' müssen für 7 Jahre ins Gefängnis.
Die Ermittlungen zu diesen Verbrechen wurden vom Staatlichen Ermittlungsbüro der Ukraine durchgeführt.
Weitere juristische Schritte
Bereits im Dezember 2025 hatte das Bezirksgericht Podil in Kiew denselben Ex-Kommandeur der 'Berkut' wegen einer unrechtmäßigen Festnahme am 20. Januar 2014 schuldig gesprochen. Am 17. Juni 2026 wurde zudem der Abschluss der Ermittlungen gegen Wiktor Janukowitsch und 16 weitere ehemalige Amtsträger bekannt, die ebenfalls mit den Geschehnissen der Revolution der Würde in Zusammenhang stehen. Diese Gerichtsentscheidungen sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Gerechtigkeit für die Protestteilnehmer.
Dieses Urteil könnte einen Wendepunkt im Prozess der Wiederherstellung von Gerechtigkeit für die Opfer der Revolution der Würde darstellen, da es die Verantwortung von Polizeibeamten für Handlungen gegen friedliche Demonstranten klar unterstreicht.
Derzeit laufen noch Ermittlungen gegen weitere Personen, die in diese Vorfälle verwickelt sind. Dies zeigt den Willen des Staates, für Rechtsstaatlichkeit zu sorgen und diejenigen zu bestrafen, die während der Massenproteste Verbrechen gegen Bürger begangen haben.
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