Serbien plant Ende der Visafreiheit mit Russland als EU-Beitrittsbedingung.
Visafreiheit mit Russland auf dem Prüfstand
Nach Angaben von UATV: Im Zuge seiner EU-Annäherung erwägt Serbien, die visumfreie Einreise für russische Staatsbürger abzuschaffen. Hintergrund sind die Auflagen Brüssels, die Belgrad unter anderem bis Ende 2026 erfüllen muss, um den Beitrittsprozess voranzutreiben. Die Angleichung von Gesetzen und Außenpolitik an EU-Standards steht dabei im Fokus.
Serbien bewarb sich 2009 um die EU-Mitgliedschaft und erhielt 2012 den Kandidatenstatus. Seit 2019 laufen die offiziellen Beitrittsverhandlungen. Der Vorsitzende des serbischen Parlamentsausschusses für Diasporafragen, Dragan Stanojević, betonte:
„Dieser Schritt ist Teil der Verpflichtungen Belgrads, seine Gesetzgebung und Außenpolitik an die europäische anzugleichen.“
Auswirkungen auf die Außenpolitik
Eine endgültige Entscheidung über die mögliche Aufhebung des visafreien Regimes könnte entweder bis Ende 2026 oder sechs Monate vor einem serbischen EU-Beitritt fallen. Damit unterstreicht das Land seinen Willen, die Beitrittskriterien zu erfüllen und sich den EU-Vorgaben anzupassen. Serbien steht vor der Herausforderung, seine traditionell engen Beziehungen zu Moskau mit dem integrationspolitischen Kurs nach Westen zu vereinbaren.
Die Abschaffung der Visafreiheit mit Russland würde Serbiens außenpolitische Position deutlich verändern. Das Land bewegt sich seit Jahren im Spannungsfeld zwischen historischen Banden zu Russland und dem Wunsch nach europäischer Integration. Diese Entscheidung spiegelt zudem einen regionalen Trend wider: Auch andere Westbalkanstaaten müssen ihre Haltung zu wichtigen internationalen Partnern klären, um sich im sich wandelnden politischen Umfeld Europas zu positionieren.
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