Sibiha: Orbáns EU-Aussagen sind im Sinne Putins.

Sibiha: Orbáns EU-Aussagen sind im Sinne Putins
Sibiha: Orbáns EU-Aussagen sind im Sinne Putins

Diplomatischer Streit zwischen Kiew und Budapest

Nach Angaben von TSN.ua: Der ukrainische Außenminister Andrij Sibiha hat die jüngsten Äußerungen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán scharf kritisiert. Orbán hatte erklärt, die Ukraine werde die EU-Mitgliedschaft in den nächsten 100 Jahren nicht erreichen. Sibiha wies diese Aussage entschieden zurück und warf Orbán vor, nicht im Interesse Ungarns, sondern im Sinne Russlands zu handeln. Die diplomatische Auseinandersetzung belastet die ohnehin angespannten Beziehungen beider Länder weiter.

Andrij Sibiha stellte klar:

„Der Herr von Orbán in Moskau wird keine weiteren 100 Jahre durchhalten“
. Damit verwies er auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Der Minister betonte zudem:
„Indem Orbán die EU-Mitgliedschaft der Ukraine blockiert, erfüllt er Putins Wünsche“
. Die ungarische Regierung reagierte prompt. Außenminister Péter Szijjártó konterte: „Die souveräne ungarische Regierung wird das Land und sein Volk auch weiterhin vor eurem Krieg schützen! Ungarn zuerst!“.

Kritik auch von Selenskyj

Bereits am 22. Januar hatte auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Davos Kritik an Viktor Orbán geübt. Sibiha hält das Vorgehen des ungarischen Regierungschefs für inakzeptabel und erklärte: „Ungarn und das ungarische Volk verdienen so etwas nicht.“ Der Konflikt verschärft sich vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs und der europäischen Bestrebungen der Ukraine. Die Haltung Budapests stellt eine erhebliche Hürde auf dem Weg der Ukraine in die EU dar.

Der Disput unterstreicht die tiefe Spaltung zwischen den Nachbarstaaten, die sowohl historische als auch aktuelle politische Ursachen hat. Im Kontext des Krieges und der ukrainischen Bemühungen um eine Westbindung könnte die Blockadehaltung Orbáns erhebliche Auswirkungen auf die regionale Stabilität und die europäische Sicherheitsarchitektur haben. Die internationale Gemeinschaft wird die weitere Entwicklung dieser diplomatischen Krise genau beobachten müssen.


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