Hinterbliebene Soldatenfamilien: Renten nach Neuberechnung halbiert – was steckt dahinter?.
Ungerechtigkeit bei der Rentenanpassung
Nach Angaben von Novyny.live: Seit 2019 sorgt die Neuberechnung der Hinterbliebenenrenten für gefallene ukrainische Soldaten für großen Unmut. Zwischen 2014 und 2018 wurden die Renten für Familien, die ihre Angehörigen durch die russische Aggression verloren hatten, auf Basis des gesamten damaligen Soldes berechnet. Mit der Erhöhung der Militärbezüge ab 2019 beantragten viele Familien eine Anpassung – mit fatalen Folgen.
Der ukrainische Pensionsfonds berücksichtigt bei der Neuberechnung heute nur noch das Grundgehalt und den Dienstgradzuschlag. Die Folge: Die ausgezahlten Renten sind 1,5- bis 2-mal niedriger, als sie eigentlich sein müssten. Hinzu kommt, dass diese Zahlungen bis 2022 nicht indexiert wurden, was die finanzielle Lage der betroffenen Familien zusätzlich verschärft. Viele Hinterbliebene stehen nun vor erheblichen finanziellen Einbußen.
Danylo Hetmanzew kommentierte: 'Wir erleben ein Paradox: Bei der Erstfestsetzung erkennt der Staat alle Einkommensbestandteile an, bei der Neuberechnung ignoriert er sie einfach.'
Im Jahr 2026 soll die Mindestrente bei ausreichender Versicherungszeit bei 3.406 Griwna liegen. Für einen einzelnen hinterbliebenen Angehörigen beträgt die Rente wegen Verlust des Ernährers dann 2.595 Griwna. Diese Zahlen verdeutlichen, wie dringend eine Reform der Berechnungsgrundlage nötig ist. Die Familien der Gefallenen verdienen in dieser schweren Zeit eine faire und würdevolle Unterstützung.
Die aktuelle Situation erschüttert das Vertrauen vieler Hinterbliebener in die staatlichen Sozialinstitutionen. Die fehlerhafte Neuberechnung verletzt nicht nur ihre Rechte, sondern stellt auch die Glaubwürdigkeit des Systems infrage. Eine schnelle und gerechte Lösung ist überfällig, denn die angemessene Versorgung der Familien gefallener Soldaten ist ein zentraler Ausdruck nationaler Dankbarkeit und Gerechtigkeit in der Ukraine.
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