Das Neugeborene Nazar, das nach einem Drohnenangriff auf Kiew geboren wurde, wird aus dem Krankenhaus entlassen.
Nach Angaben von ТСН: Nazar, der Sohn von Tetjana Sakian, die während des achten Schwangerschaftsmonats Opfer des russischen Angriffs in Kiew wurde, wird nach drei Monaten im Krankenhaus aus dem perinatalen Zentrum entlassen.
Alla Melnychuk, die Leiterin der Wohltätigkeitsorganisation „Mama und Neugeborenes“, die der Familie des Jungen hilft, berichtete, dass das Baby vier Gehirnoperationen überstanden hat. Ihm wurde ein Shuntsystem eingesetzt, das ihm die Möglichkeit für eine vollständige Entwicklung geben wird.
Rückkehr nach Hause
Nazar wird aus dem Krankenhaus von seiner Tante abgeholt, der Schwester des Vaters, und sie machen sich auf den Weg nach Ivano-Frankivsk, wo die Frau lebt. Der Vater des Jungen, der 29-jährige Wadym, hat ebenfalls Verletzungen während des russischen Angriffs erlitten und verbrachte lange Zeit im Krankenhaus. Tetjana Sakian, die Mutter des Kindes, starb Ende September nach einem zweiwöchigen Kampf um ihr Leben, nachdem eine russische Kamikaze-Drohne in ihre Wohnung eingeschlagen war.
Juristische Fragen
Wadym bemüht sich derzeit um die rechtliche Anerkennung seiner Vaterschaft, da seine Ehe mit Tetjana zum Zeitpunkt der Geburt seines Sohnes nicht registriert war.
Zur Erinnerung: Am 7. September traf eine russische Drohne ein Hochhaus im Swjatoschyns'kyi Bezirk in Kiew, wodurch Tetjana und ihr Lebensgefährte Wadym 80 % Verbrennungen des Körpers erlitten.
Bei Tetjana wurde eine Notgeburt eingeleitet, und das Kind wurde Nazar genannt, was die Mutter sich gewünscht hatte. Leider konnte die Frau jedoch nicht gerettet werden – nach zwei Wochen starb sie im Krankenhaus. Wadims Schwester, Oksana Bohdan, berichtete, dass Nazar nach der schweren Geburt und dem Stress eine Gehirnblutung erlitten hatte und sich lange Zeit in einem kritischen Zustand befand.
Diese tragische Geschichte unterstreicht die Folgen der Gewalt, die die militärischen Auseinandersetzungen in der Ukraine mit sich gebracht haben. Trotz der schrecklichen Verluste macht der Versuch der Familie von Wadym, sich gegenseitig zu unterstützen und ein neues Leben für Nazar zu schaffen, einen eindrucksvollen Eindruck. Die Frage der rechtlichen Anerkennung der Vaterschaft wird ein wichtiger Schritt im Leben von Wadym und seinem Sohn sein, um die familiären Bindungen wiederherzustellen und Nazar eine Chance auf eine bessere Zukunft zu geben.
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