Wirbel um „Trucha“: Wer steckt hinter dem Verkauf von Ukrainas größtem Telegram-Kanal?.

Wirbel um „Trucha“: Wer steckt hinter dem Verkauf von Ukrainas größtem Telegram-Kanal?
Wirbel um „Trucha“: Wer steckt hinter dem Verkauf von Ukrainas größtem Telegram-Kanal?

Der Fall um den Telegram-Kanal 'Trucha'

Nach Angaben von Espreso.tv: Der größte Telegram-Kanal der Ukraine, 'Trucha Ukraina', sorgt derzeit für Aufsehen. Mit 3,1 Millionen Abonnenten steht er im Zentrum von Spekulationen über einen möglichen Verkauf. Am 15. Juni machte Serhij Sternenko öffentlich, dass der Kanal angeblich an Mykola Udjanskyj übergehen soll. Der geschätzte Kaufpreis liegt zwischen 15 und 25 Millionen US-Dollar. Maksym Lawrynenko, der formelle Administrator des Kanals, äußerte sich dazu und erklärte:

„Gerüchte, dass 'Trucha' angeblich an jemanden verkauft wurde, kursieren bereits seit Jahren.“
Im Hintergrund stehen zudem Fragen zu den Verbindungen der neuen Eigentümer nach Russland.

Verbindungen der neuen Eigentümer nach Russland

Ein zentraler Punkt sind die mutmaßlichen russischen Kontakte der Käufer. Bereits 2018 übernahm Wolodymyr Lytwyn die Verantwortung für die Veruntreuung von 16 Millionen Hrywnja. Die Marke 'Trucha' wurde im Juli 2022 eingetragen, Eigentümer ist die zypriotische Firma Fleshly Limited. Sijar Kurschutow, der drei Jahre lang unter Sanktionen des ukrainischen Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (RNBO) stand, verlor 2022 seine ukrainische Staatsbürgerschaft – was zusätzliche Fragen zu seiner Rolle in dieser Geschichte aufwirft.

Mykola Udjanskyj bestreitet, einen russischen Pass zu besitzen, doch sein Ruf ist angekratzt. Laut Serhij Sternenko

„gibt es operative Informationen, dass du dich in jener Zeit mit Menschenhandel, Drogenhandel und Messerangriffen auf Menschen beschäftigt hast“
. Dies verdeutlicht die verworrenen Verhältnisse rund um 'Trucha' und seine Besitzer, was die weitere Entwicklung beeinflussen könnte.

Der Fall des Telegram-Kanals 'Trucha' zeigt, wie kommerzielle Interessen mit den komplexen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten in der Ukraine verwoben sind. In Zeiten von Krieg und politischer Instabilität gewinnt die Frage nach der Eigentümerschaft populärer Medienressourcen zusätzlich an Brisanz. Sollten sich die Hinweise auf russische Verbindungen der neuen Eigentümer erhärten, könnte dies das Vertrauen der Zuschauer in den Kanal erschüttern und sich langfristig auf seine Reichweite und Beliebtheit auswirken.


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