Der Staat schuldet Tschernobylgeschädigten 17,6 Milliarden Hrywnja: Warum die Zahlungen verzögert werden.
In der Ukraine hat sich die Gesamtschuld hinsichtlich der Renten- und Sozialleistungen für die von der Tschernobyl-Katastrophe Betroffenen auf über 17,6 Milliarden Hrywnja summiert. Zu den Empfängern dieser Zahlungen gehören sowohl die Liquidatoren der Katastrophe als auch die Bewohner der radioaktiven Zonen, jedoch hat der Staat aufgrund des Krieges Probleme mit rechtzeitigen Zahlungen.
Darüber berichtet RBC-Ukraina.
Wie viel der Staat schuldet
Das Ministerium für soziale Politik erklärte, dass zum 1. Juni 2025 die Gesamtschuld aus gerichtlichen Entscheidungen bezüglich der Rentenzahlungen 83,6 Milliarden Hrywnja beträgt, wovon über 17,6 Milliarden auf die Zahlungen an Tschernobylgeschädigte entfallen.
Die Regierung leistet Zahlungen im Rahmen der Haushaltsmöglichkeiten, doch die Finanzierung dieser Bedürfnisse hängt von der Höhe der Mittel im Staatshaushalt ab.
'Systeme' und neue Tschernobylgeschädigte
Einige Empfänger der Zahlungen nutzen Vergünstigungen durch gerichtliche Entscheidungen, obwohl sie nicht in den kontaminierten Gebieten wohnen. Es gibt auch Fälle, in denen ein Wohnhaus im Register von Dutzenden von Personen erfasst ist, die dort tatsächlich nicht wohnen.
Während des Krieges haben sich über 125.000 Personen in der Tschernobyl-Zone 'eingenistet', was den Staat jährlich 15 Milliarden Hrywnja kostet.
Proteste und sensibles Thema
Versuche, das System der Zahlungen zu regeln, rufen Proteste unter der Bevölkerung hervor, die die Beibehaltung der Vergünstigungen fordert, während die Abgeordneten notwendige Entscheidungen vermeiden. Ohne eine systemische Reform wird sich die Schuldensituation nur verschärfen, und das Thema der Zahlungen an Tschernobylgeschädigte bleibt eines der sensibelsten im ukrainischen Gesellschaft.
Analysten betonen, dass ohne Reformen die Situation sich nur verschlechtern wird, und Zahlungen an Tschernobylgeschädigte eine der wichtigsten Aufgaben für die ukrainische Regierung sind.
Die Renten- und Sozialzahlungen für die von der Tschernobyl-Katastrophe Betroffenen bilden eine erhebliche Schuld im ukrainischen Haushalt. Systemische Reformen sind notwendig, um Probleme zu beheben und die Situation der Hilfsempfänger zu verbessern.Lesen Sie auch
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