Mehr als 100 getötete Einsatzkräfte: Russland greift gezielt Rettungskräfte in der Ukraine an.

Mehr als 100 getötete Einsatzkräfte: Russland greift gezielt Rettungskräfte in der Ukraine an
Mehr als 100 getötete Einsatzkräfte: Russland greift gezielt Rettungskräfte in der Ukraine an

Gezielte Angriffe auf ukrainische Rettungskräfte

Nach Angaben von UATV: Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands in der Ukraine sind die Einsatzkräfte des Staatlichen Dienstes für Notfallsituationen (DSNS) immer wieder ins Visier geraten. Über 500 von ihnen wurden verletzt, 114 kamen ums Leben. Diese Zahlen verdeutlichen die extrem gefährlichen Arbeitsbedingungen, unter denen die Retter Trümmer beseitigen und Zivilisten bergen müssen.

Erst am 13. Juli wurden in der Oblast Dnipropetrowsk drei Einsatzkräfte bei Aufräumarbeiten nach einem Beschuss verletzt. Die Frontlinie verläuft dort nur etwa 50 Kilometer vom Dorf Petropawliwka entfernt. Solche Vorfälle sind keine Seltenheit: Bereits am 15. Juni starben in Charkiw vier DSNS-Mitarbeiter durch einen erneuten Angriff. Diese tragischen Ereignisse reihen sich in eine dokumentierte Taktik ein – dutzende Male wurden in der Ukraine bereits Doppelschläge verzeichnet, bei denen der Feind gezielt erneut auf Orte feuert, an denen Rettungskräfte im Einsatz sind.

Forderungen nach mehr Schutz für die Retter

Die ständig unter Beschuss stehenden Helfer schildern ihre Arbeit als ein Überlebenskampf. „Während der Löscharbeiten hörten wir, dass wieder etwas anfliegt. Wir begannen, Zivilisten zu evakuieren und uns in Sicherheit zu bringen. Doch die Drohne, die sich näherte, schlug gezielt bei uns ein“, berichtet Oleh, ein DSNS-Mitarbeiter.

Jewhen Wassylenko, ein Sprecher des DSNS, sagt: „Russland hat zynisch genau den Ort angegriffen, an dem die Retter arbeiteten. Sie starben noch an Ort und Stelle.“

Diese Aussagen verdeutlichen nicht nur die Verluste, sondern auch die bewusste Heimtücke der Angriffe, während die Einsatzkräfte ihren Dienst verrichten.

Die aktuelle Lage unterstreicht, wie dringend Rettungskräfte und andere Notdienste in Kriegsgebieten geschützt werden müssen. Die Angriffe auf die Helfer in der Ukraine zeigen nicht nur die Brutalität des Konflikts, sondern auch die Notwendigkeit internationaler Anerkennung und Unterstützung für ihren Einsatz. Die täglichen Risiken erfordern neben professioneller Ausbildung vor allem einen verlässlichen Schutz bei der Arbeit – denn ihr Einsatz ist für das Überleben der Zivilbevölkerung im Krieg von entscheidender Bedeutung.


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