Atomare Abrüstung auf der Kippe: Verhandlungen zwischen USA und Russland in Abu Dhabi.
Geheime Gespräche in der Wüste
Nach Angaben von UATV: In Abu Dhabi haben Vertreter der Vereinigten Staaten und der Russischen Föderation hinter verschlossenen Türen verhandelt. Im Zentrum stand das Schicksal eines zentralen Abkommens zur nuklearen Abrüstung, dessen Laufzeit am 5. Februar 2023 ausläuft. Dieser 2010 unterzeichnete Vertrag ist ein tragender Pfeiler der internationalen Rüstungskontrolle und verhindert ein neues Wettrüsten.
Die Delegationen berieten einen Entwurf für eine Nachfolgeregelung des sogenannten New-START-Vertrags über strategische Offensivwaffen. Die Dringlichkeit ist immens, denn gemeinsam verfügen die USA und Russland über etwa 85 Prozent aller weltweit existierenden Atomsprengköpfe. Ein Scheitern der Verhandlungen hätte daher weitreichende Folgen für die globale Sicherheitsarchitektur.
Die Welt blickt auf die Großmächte
Die Gespräche finden vor dem Hintergrund einer kontroversen innenpolitischen Debatte in den USA statt. Der frühere Präsident Donald Trump hatte bereits im Vorfeld Zweifel an der Notwendigkeit des Abkommens geäußert.
„Ich sehe kein Problem darin, dass der letzte große Vertrag zur Kontrolle von Atomwaffen mit Russia ausläuft.“ - Donald Trump
Diese Verhandlungen in den Emiraten unterstreichen, wie prekär die Lage um die nukleare Abrüstung geworden ist. In einer Zeit zunehmender geopolitischer Spannungen steht die Welt vor der Frage, ob das jahrzehntealte System der Rüstungskontrolle überleben wird. Die unterschiedlichen Haltungen, wie sie Trumps Aussage exemplarisch zeigt, machen eine Einigung zwischen den beiden Schlüsselstaaten zu einer enormen Herausforderung. Die internationale Gemeinschaft verfolgt die Entwicklung mit großer Sorge.
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