Neue US-Zölle gegen 60 Länder: So hoch fallen die Abgaben für die EU und Russland aus.
Washington verhängt neue Importabgaben
Nach Angaben von UATV: Die Vereinigten Staaten führen neue Einfuhrzölle auf Waren aus 60 Nationen ein, darunter auch die EU-Staaten und Russland. Grund dafür ist die unzureichende Umsetzung von Verboten zur Zwangsarbeit. Inkrafttreten sollen die neuen Abgaben am 24. Juli. Eine wichtige Ausnahme: Güter, die sich bereits auf dem Transportweg befinden, bleiben bis 00:01 Uhr Eastern Time am 28. Juli von den neuen Zöllen verschont.
Die Zollsätze im Überblick
Für Produkte aus der Europäischen Union und Taiwan gilt künftig ein Mindestsatz von 10 Prozent. Waren aus Japan, der Schweiz und Südkorea werden mit mindestens 12,5 Prozent belastet. Dutzende weitere Länder sehen sich ebenfalls einem Zoll von 12,5 Prozent gegenüber. Mexiko, Großbritannien, Kanada und Indien müssen mit einem Satz von 10 Prozent rechnen. Russland hingegen trifft der höchste aller festgelegten Tarife.
Erinnert sei daran, dass der Oberste Gerichtshof der USA im Februar 2026 die im Jahr 2025 verhängten reziproken Zölle von 10 bis 50 Prozent wieder aufgehoben hatte. Die aktuellen Maßnahmen sind Teil der amerikanischen Bemühungen, international gegen Zwangsarbeit vorzugehen. Sie unterstreichen, wie wichtig die Einhaltung der Menschenrechte in globalen Lieferketten ist.
Mit diesen neuen Importzöllen setzt Washington seinen Kampf gegen Zwangsarbeit auf weltweiter Ebene fort. Die Abgaben könnten den internationalen Handel spürbar beeinflussen, da die betroffenen Länder wirtschaftlich unter Druck geraten. Zugleich könnten die Strafzölle andere Staaten dazu bewegen, ihre Menschenrechtsstandards und Arbeitsbedingungen zu überdenken, um ähnliche Sanktionen in Zukunft zu vermeiden.
Lesen Sie auch
- Russlands Öl- und Gasumsätze sollen um 60 % steigen – das treibt den Anstieg an
- Zweite IMF-Zahlung an die Ukraine: 690 Millionen Dollar für den Staatshaushalt
- Russlands Haushaltsloch von 7 Billionen Rubel: Droht dem Land die Zahlungsunfähigkeit?
- 60 Prozent der russischen Ölraffinerien müssen zerstört werden – das ist die kritische Schwelle, so ein Experte
- Warum Russlands Ölraffinerien kaum zu retten sind – ein Experte erklärt die drohende Treibstoffkrise
- Warum Russlands Wirtschaft nie wieder zur Weltspitze aufschließen wird – ein Experte benennt den Kipppunkt

