USA verschärfen Sanktionen: Venezuela darf kein Öl mehr mit Russland und China handeln.

USA verschärfen Sanktionen: Venezuela darf kein Öl mehr mit Russland und China handeln
USA verschärfen Sanktionen: Venezuela darf kein Öl mehr mit Russland und China handeln

Neue Vorgaben für den Handel mit venezolanischem Öl

Nach Angaben von TSN.ua: Das US-Finanzministerium hat schärfere Auflagen für Geschäfte mit venezolanischem Erdöl erlassen. Demnach sind Verträge mit der Regierung Venezuelas oder dem Staatskonzern PDVSA nur noch unter strikter Einhaltung US-amerikanischen Rechts zulässig. Sämtliche Zahlungsströme aus solchen Geschäften müssen zudem in Fonds fließen, die von den USA kontrolliert werden. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, den finanziellen Spielraum der Regierung in Caracas einzuengen.

Umfassende Verbote und Genehmigungspflichten

Die neuen Regeln untersagen außerdem die Gründung neuer Joint Ventures zur Förderung von Öl oder Gas in Venezuela. Weiterhin sind Transaktionen mit Unternehmen oder Privatpersonen aus Russland, China, Iran, Nordkorea und Kuba verboten. Ölkonzerne, die spezialisierte Ausrüstung einsetzen wollen, benötigen dafür nun eine Genehmigung aus Washington.

Venezuela fördert derzeit fast eine Million Barrel Öl pro Tag. Nach Schätzungen der US Energy Information Administration könnte die Förderung in den kommenden Monaten um 20 % steigen. Die neuen Sanktionen dürften diesen Anstieg jedoch erheblich beeinträchtigen.

Aus Russland kam umgehend Kritik. Außenminister Sergej Lawrow bezeichnete das Vorgehen als Diskriminierung:

„Das Verbot jeglicher Operationen in Venezuela ist diskriminierend“
. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kündigte an, Russland werde von Washington eine Klärung der neuen Restriktionen verlangen. Die US-Entscheidungen haben somit bereits internationalen Widerstand provoziert und könnten weitreichende Folgen für den globalen Ölmarkt haben.

Die verschärften US-Sanktionen sind Teil einer breiteren Strategie, den Einfluss Russlands und anderer Unterstützer des Regimes von Nicolás Maduro zurückzudrängen. Sie könnten die Dynamik auf dem Ölmarkt erheblich verändern, zumal ein möglicher Förderanstieg in Venezuela nun gefährdet ist. Die scharfe Reaktion aus Moskau unterstreicht die geopolitischen Spannungen, die mit dieser Frage verbunden sind. Staaten mit wirtschaftlichen Interessen in Venezuela sehen sich gezwungen, ihre Strategien angesichts der US-Auflagen zu überdenken.


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