Treffen mit Selenskyj geplant: Frankreich, Großbritannien und Deutschland loten Friedenschancen mit Putin aus.
Gipfelgespräche zur Ukraine-Krise
Nach Angaben von UATV: Die Staats- und Regierungschefs aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland bereiten ein Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Verhandlungen mit Russlands Präsident Wladimir Putin möglich sind. Selenskyj hat persönliche Gespräche vorgeschlagen, um den Krieg zu beenden und einen Gefangenenaustausch zu erreichen. Das Treffen könnte bereits am Sonntag in Großbritannien stattfinden.
Selenskyj hat Putin einen offenen Brief geschickt, in dem er zu Verhandlungen einlädt. Der ukrainische Präsident schlägt ein neutrales Land als Treffpunkt vor – etwa die Schweiz, die Türkei oder ein arabisches Land. Der Brief wurde auf diplomatischem Weg an Russland übergeben. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bestätigte, dass Kiew nun auf eine Antwort aus dem Kreml wartet.
Internationale Resonanz auf Selenskyjs Vorstoß
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Selenskyj könne Putin jederzeit in Moskau treffen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bewertete die Initiative als „gut“ und forderte direkte Gespräche.
„Wir haben uns stets für direkte Verhandlungen zwischen der Ukraine und dem Kreml ausgesprochen“ – Emmanuel Macron.
Auch US-Präsident Donald Trump begrüßte die Idee eines persönlichen Treffens zwischen Selenskyj und Putin. Er zeigte sich erfreut über die Möglichkeit, dieses Thema zu erörtern.
„Ich bin froh, dass sie möglicherweise über ein Treffen sprechen“ – Donald Trump.
Laut einem Bericht der „The Guardian“ nennt Selenskyj in seinem Brief konkrete russische Verlustzahlen: 63 Prozent Gefallene und 37 Prozent Verwundete. Andrij Sybiha kommentierte den Vorstoß des Präsidenten mit den Worten: „Dieser offene Brief ist ein ernsthaftes und bedeutendes Angebot zur Beendigung des Krieges …“ Selenskyj selbst betonte: „Wir müssen zuerst unsere bilateralen Antworten auf die anstehenden Fragen finden.“
Anita Hipper, eine Vertreterin der Europäischen Union, unterstrich den Friedenswillen: „Die Ukraine will Frieden, Europa will Frieden.“ Diese Lage verdeutlicht, wie wichtig diplomatische Bemühungen für eine friedliche Konfliktlösung sind.
Der Vorstoß zeigt die wachsende diplomatische Dynamik im Ukraine-Konflikt. Die Einbindung westlicher Führungskräfte in den Verhandlungsprozess unterstreicht ihr Interesse an regionaler Stabilität und ihrer Unterstützung für die Ukraine. Entscheidend bleibt, wie der Kreml auf Selenskyjs Angebot reagiert – dies wird den weiteren Verlauf maßgeblich beeinflussen.
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