Neue Studie widerlegt: Stonehenge-Steine kamen nicht mit dem Gletscher.
Eine archäologische Spurensuche
Nach Angaben von TSN.ua: Die Theorie, dass Gletscher die monumentalen Steine von Stonehenge an ihren heutigen Standort transportiert haben, ist widerlegt. Geologen der Curtin University belegen nun in der Fachzeitschrift Communications Earth and Environment, dass Menschen die tonnenschweren Blöcke bewegt haben müssen. Diese Erkenntnis stellt einen Wendepunkt in der Forschung dar.
Geochemischer Fingerabdruck entlarvt Herkunft
Das Team analysierte 700 Mineralpartikel, darunter Zirkon und Apatit, aus Flussablagerungen rund um das Steinmonument. Entscheidend war: Es fanden sich keinerlei Spuren von Gesteinen aus Westwales oder Schottland. Stattdessen stammen die gefundenen Minerale aus der lokalen Umgebung und sind zwischen 60 Millionen und 1,7 Milliarden Jahre alt.
Die Studie bestätigt zudem, dass die sogenannten Blausteine aus den Preseli-Bergen in Wales über eine Distanz von 225 km herangeschafft wurden. Der Altarstein stammt sogar aus dem Norden Englands oder aus Schottland – eine Strecke von über 500 km. Ein faszinierendes Detail: Auf dem über 2000 Jahre alten Einbaum von Hjortspring fand sich ein über 2000 Jahre alter Fingerabdruck, ein stummer Zeuge vergangener Handwerkskunst.
Das Fazit der Wissenschaftler ist eindeutig: Der Transport der Steine war eine gezielte und organisierte menschliche Leistung.
Diese Forschung liefert neue, entscheidende Daten zum Verständnis der Entstehung dieses ikonischen Bauwerks. Sie unterstreicht, welche immense Rolle menschlicher Wille und kollektive Anstrengung bei der Errichtung von Stonehenge spielten.
Die Bedeutung dieser Entdeckung reicht weit über Stonehenge hinaus. Sie eröffnet neue Perspektiven auf die technologischen Fähigkeiten und sozialen Strukturen der neolithischen Gesellschaften. Die Frage nach dem "Wie" und "Warum" des Steintransports gibt Aufschluss über Arbeitsorganisation, Transportlogistik und kulturelle Praktiken in einer längst vergangenen Zeit.
Die Erforschung archäologischer Stätten wie Stonehenge bleibt somit ein Schlüssel, um die frühe Menschheitsgeschichte und ihr komplexes Verhältnis zur Umwelt zu entschlüsseln.
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