Bis zu 5.100 Griwna: Wann Eltern wegen Schulschwänzen ihrer Kinder belangt werden können.
Was Eltern über mögliche Strafen bei Schulversäumnissen wissen sollten
Nach Angaben von Novyny.live: In der Ukraine kursieren derzeit übertriebene Gerüchte über Geldstrafen für Eltern, deren Kinder die Schule schwänzen. Tatsächlich drohen Sanktionen jedoch nur bei längerem, unentschuldigtem Fernbleiben vom Unterricht. Mit der Verordnung Nr. 241 hat die Regierung die Melde- und Verfahrensregeln für Schüler präzisiert und dabei auch die Pflichten der Eltern klarer definiert.
Verschärfte Regeln: Wann wird eingegriffen?
Ein einmaliges Fehlen reicht nach den neuen Bestimmungen nicht für ein Bußgeld aus. Erst wenn ein Kind dauerhaft dem Unterricht fernbleibt und die Eltern sich nicht melden, darf die Schule das Jugendamt oder die Jugendpolizei einschalten. Dies bestätigt auch Vasyl Bohdan, der betont:
„Die Schule wendet sich nur dann an den Jugenddienst oder die Jugendpolizei, wenn ein Kind systematisch nicht lernt und die Eltern nicht erreichbar sind.“ – Vasyl Bohdan
Rechtliche Grundlage ist Artikel 184 des ukrainischen Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten. Beim ersten Verstoß droht eine Verwarnung oder ein Bußgeld zwischen 850 und 1.700 Griwna. Wiederholt sich das Fehlverhalten innerhalb eines Jahres, steigt die Geldstrafe auf 1.700 bis zu 5.100 Griwna. Der Staat zielt also bewusst auf hartnäckige Schulverweigerung ab, nicht auf gelegentliches Schwänzen.
Für Eltern bedeutet dies: Ein offener Draht zur Schule und zeitnahe Reaktionen auf Anfragen der Bildungseinrichtung sind der beste Schutz vor administrativen Konsequenzen. Werden Versäumnisse rechtzeitig entschuldigt oder geklärt, bleibt in der Regel alles folgenlos.
Die Neuerung der Schülererfassung unterstreicht das Bestreben des Staates, das Bildungssystem zu verbessern und die Verantwortung der Eltern zu stärken. Der Fokus auf systematische Abwesenheit soll verhindern, dass Kinder ohne notwendige pädagogische Unterstützung bleiben. Ein aktiver Austausch mit der Schule hilft, Missverständnisse und mögliche Strafen zu vermeiden.
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