Prozess gegen Kolomojskyj erneut vertagt: Angeklagter wegen Autopanne nicht vor Gericht.
Verfahren gegen Igor Kolomojskyj
Nach Angaben von Novyny.live: Die Hauptverhandlung gegen den inhaftierten Oligarchen Igor Kolomojskyj ist erneut ausgefallen. Der Termin am Obersten Gerichtshof am 9. Februar wurde kurzfristig abgesagt, weil das Fahrzeug der Sicherheitskräfte, das den Angeklagten bringen sollte, eine Panne hatte. Kolomojskyj sitzt seit September 2023 in Untersuchungshaft. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Anhörung platzt: Erst in der Vorwoche war eine Sitzung wegen einer Bombendrohung abgebrochen worden.
Weitere Verzögerungen absehbar
Nach aktuellen Informationen kann der eigentliche Prozess zur Sache nicht vor April 2025 beginnen. Die Tatsache, dass Kolomojskyj von fünf Begleitpersonen bewacht wird, unterstreicht die hohen Sicherheitsvorkehrungen bei seinen Transporten. Parallel zum Gerichtsverfahren tagte am 15. Januar auch ein vorläufiger Untersuchungsausschuss der Werchowna Rada, der sich mit dem Fall befasst. Die wiederholten Absagen werfen Fragen zur Verfahrensdynamik und zur Einhaltung von Fristen auf.
Die häufigen Unterbrechungen des Prozesses nähren in der Öffentlichkeit Zweifel an einer zügigen Verfahrensführung. Vor dem Hintergrund der langen Wartezeit bis zum Prozessbeginn gewinnen die Fragen nach den Rechten des Angeklagten und der Effizienz der Justiz an Dringlichkeit. Die parlamentarische Begleitung durch die Werchowna Rada zeigt die politische Bedeutung des Falls, der für die Glaubwürdigkeit des ukrainischen Rechtssystems von großer Tragweite ist.
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