Dnipro: Gericht ordnet Haft für Mitarbeiter von Wehrersatzamt nach tödlichem Vorfall an.

Dnipro: Gericht ordnet Haft für Mitarbeiter von Wehrersatzamt nach tödlichem Vorfall an
Dnipro: Gericht ordnet Haft für Mitarbeiter von Wehrersatzamt nach tödlichem Vorfall an

Vorläufige Maßnahmen nach Tod eines 55-Jährigen

Nach Angaben von TSN.ua: Nach dem Tod eines 55-jährigen Mannes am 6. Februar hat ein Gericht in Dnipro vorläufige Maßnahmen gegen drei Mitarbeiter des dortigen Territorialen Rekrutierungs- und Sozialzentrums (TZCK) verhängt. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann an einer Kopfverletzung starb, die auf schwere Körperverletzungen zurückzuführen ist, für die die Beschuldigten verantwortlich sein sollen.

Für einen der Verdächtigen ordnete das Gericht Untersuchungshaft ohne Möglichkeit einer Kaution an. Die Entscheidung über einen zweiten Beschuldigten wurde auf den 10. Februar vertagt. Ein dritter Mitarbeiter des Zentrums muss für 60 Tage in Untersuchungshaft, ebenfalls ohne Festsetzung einer Kaution. Alle drei stehen unter dringendem Tatverdacht, durch schwere Körperverletzung den Tod des Mannes verursacht zu haben.

Umständlicher Ablauf und fehlende Beweise

Besonders kritisch wird bewertet, dass der Verletzte trotz einer nur 500 Meter entfernten Klinik in eine fast drei Kilometer weit entfernte Einrichtung gebracht wurde. Der Rettungswagen traf dort erst gegen 22:42 Uhr ein, während Notrufe bei den Nummern 102 und 103 erst nach Mitternacht getätigt wurden. Bislang fehlen laut dem Anwalt Denis Chripunow entscheidende Beweise: Es gibt weder Videomaterial von Bodycams noch liegen Ergebnisse der gerichtsmedizinischen Untersuchung vor.

Die Staatsanwaltschaft wird in diesem Fall von Mykola Kovbasa vertreten, der ukrainische Parlamentsbeauftragte für Menschenrechte ist Dmytro Lubinez. Die Ermittlungen dauern an.

Der Vorfall hat in der Öffentlichkeit große Betroffenheit ausgelöst und wirft Fragen zum Verhalten von Ordnungskräften und medizinischem Personal auf. Das Fehlen von Videobeweisen und Gutachten erschwert die Aufklärung erheblich und könnte das Vertrauen in die staatlichen Institutionen beeinträchtigen. Der weitere Prozessverlauf und die Ermittlungsergebnisse werden daher mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

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