Schlechte Noten für Schutzräume: Fast 93 Prozent der Bunker in der Ukraine fallen durch Kontrollen.

Schlechte Noten für Schutzräume: Fast 93 Prozent der Bunker in der Ukraine fallen durch Kontrollen
Schlechte Noten für Schutzräume: Fast 93 Prozent der Bunker in der Ukraine fallen durch Kontrollen

Mängel bei Schutzbauten in der Ukraine

Nach Angaben von Novyny.live: Eine groß angelegte Überprüfung von Schutzräumen in der Ukraine hat im Jahr 2025 alarmierende Zustände offengelegt. Von insgesamt 1066 kontrollierten Objekten erhielten 991 Beanstandungen. Das entspricht einem Anteil von 93 Prozent und zeigt, wie kritisch die Einsatzbereitschaft der meisten Bunker tatsächlich ist.

Die Kontrollen fanden in der zweiten Jahreshälfte 2025 statt. Lediglich 80 Einrichtungen blieben ohne Kritik. Um die festgestellten Mängel zu beheben, wurden rund 4000 konkrete Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Zu Beginn des Jahres 2026 gab es landesweit insgesamt 66 574 Schutzbauten, die theoretisch Platz für etwa 16,5 Millionen Menschen bieten.

Die häufigsten Kritikpunkte bei den Schutzräumen

Bei den Inspektionen traten vor allem drei Probleme immer wieder auf:

  • verschlossene Zugänge
  • überflutete Kellerräume
  • zugestellte und vermüllte Bunker

„Eines der drängendsten Probleme ist die mangelnde Barrierefreiheit vieler Schutzräume für Menschen mit Behinderungen.“

Dmytro Lubinez

Lubinez betonte weiter, dass „die Anforderungen an Inklusion am schlechtesten erfüllt werden“ und es sich um „ein systemisches Problem handle, das sowohl auf unzureichende Kontrollen als auch auf fehlende Mittel zurückgeht“.

Die Ergebnisse machen deutlich, dass dringend gehandelt werden muss, um die Sicherheit und Zugänglichkeit der Schutzräume zu verbessern. Das zuständige Ministerium und die Behörden sind nun gefordert, die aufgedeckten Schwachstellen zu beseitigen und die Gesamtsituation in diesem wichtigen Bereich zu verbessern. Angesichts wachsender Gefahren ist es entscheidend, dass alle Bürger – unabhängig von ihren körperlichen Möglichkeiten – im Ernstfall einen sicheren Schutzraum erreichen können.


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