Lebenslange Haft bestätigt: Mörder eines Jugendlichen an der Standseilbahn scheitert mit Berufung.

Lebenslange Haft bestätigt: Mörder eines Jugendlichen an der Standseilbahn scheitert mit Berufung
Lebenslange Haft bestätigt: Mörder eines Jugendlichen an der Standseilbahn scheitert mit Berufung

Keine Gnade für Artem Kosow: Urteil wegen Mordes an 16-Jährigem rechtskräftig

Nach Angaben von Novyny.live: Der Fall sorgte in der Ukraine für großes Aufsehen: Am 7. April 2024 tötete Artem Kosow den 16-jährigen Maxim Materuchin an einer Station der Kiewer Standseilbahn. Das Opfer erlitt einen tiefen Schnitt am Hals und war sofort tot. Im September 2024 legte der Täter ein Geständnis ab. Dennoch versuchte er später, das Urteil anzufechten.

Am 25. März 2025 wies das Kiewer Berufungsgericht seine Beschwerde endgültig ab. Die Richter bestätigten die lebenslange Haftstrafe, die gegen Kosow verhängt worden war. Der Verurteilte hatte argumentiert, es habe sich um einen Unfall oder eine fahrlässige Tötung gehandelt, was nur eine Haftstrafe von drei bis fünf Jahren nach sich gezogen hätte. Diese Darstellung wies das Gericht jedoch zurück. Seine Berufung hatte Kosow bereits im Oktober 2024 eingereicht.

„Auf dem Video hört man, dass ich Schimpfwörter benutzt habe – dafür entschuldige ich mich. Aber es sind keine Drohungen zu hören.“ – Artem Kosow

Weiter führte er aus: „Das ist ein sehr tragischer Umstand, es gibt ein Menschenleben, ich bin kein Stein, ich habe Mitgefühl. Die öffentliche Aufmerksamkeit hat das Strafmaß beeinflusst, aber es muss verhältnismäßig sein.“ Diese Aussagen deuten darauf hin, dass er sich der Schwere seiner Tat bewusst ist, aber dennoch versuchte, seine Verantwortung zu verringern. Die Entscheidung des Gerichts unterstreicht, dass die Justiz bei Gewaltverbrechen gegen Minderjährige keine Milde walten lässt.

Die Tötung von Maxim Materuchin löste eine breite gesellschaftliche Debatte aus. Der Fall gilt als wichtiger Prüfstein für die ukrainische Justiz im Kampf gegen Jugendgewalt. Das endgültige Urteil sendet ein klares Signal: Die Behörden zeigen bei solchen Straftaten null Toleranz. Es wird erwartet, dass dieser Präzedenzfall die Rechtsprechung in ähnlichen Verfahren in Zukunft maßgeblich beeinflussen wird.


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