Das Grab des Qin Shi Huang wird seit über 2200 Jahren nicht geöffnet: Was im Geheimen gehalten wird.
Nach Angaben von ТСН: Das Grab des ersten Kaisers Chinas, Qin Shi Huang, bleibt seit über 2200 Jahren verschlossen, trotz der Fortschritte moderner Technologien. Forscher sind nicht nur besorgt über legendäre Fallen, sondern auch über echte giftige Quecksilberseen.
Im Jahr 1974 entdeckten Bauern in der Provinz Shanxi zufällig ein Objekt, das die Ansichten von Archäologen über die Vergangenheit veränderte. Ursprünglich waren es einfache Tonscherben, aber schließlich stellte sich heraus, dass es sich um die berühmte archäologische Entdeckung – die Terrakotta-Armee – handelte.
Nach Abschluss der Ausgrabungen erhielt die Menschheit erstmals seit 2200 Jahren Zugang zu etwa 8000 einzigartigen Statuen. Doch es stellte sich heraus, dass dies nur ein Teil eines großen Geheimnisses ist.
Die Terrakotta-Armee ist nur ein Fragment eines weitreichenden und mysteriösen Grabkomplexes, der mit Kaiser Qin Shi Huang verbunden ist. Von dem Grab selbst ist wenig bekannt, aber es ist wahrscheinlich Teil eines riesigen Komplexes, der seit 208 v. Chr. geschlossen ist.
Archäologen haben bisher keine tiefen Forschungen hier durchgeführt und werden dies wahrscheinlich auch in naher Zukunft nicht tun.
Das Grab von Qin Shi Huang – eine Stadt unter der Erde
Der Komplex, bekannt als das Mausoleum von Qin Shi Huang, befindet sich in der modernen Stadt Xi'an in der Provinz Shanxi. Es ist bekannt, dass der Bau etwa 38 Jahre dauerte und die Arbeiten um 208 v. Chr. abgeschlossen wurden.
Forscher glauben, dass die Struktur des Komplexes möglicherweise die Planung von Xianyang, der Hauptstadt der Qin-Dynastie, nachahmte. Laut UNESCO umfasst die Gesamtfläche des Mausoleums etwa 56,25 km².
Antike chinesische Historiker, darunter Sima Qian, beschrieben das Grab als unterirdischen Palast mit 'Quecksilberflüssen', die durch spezielle Kanäle flossen. Für den Bau des Komplexes wurden etwa 700.000 Arbeiter mobilisiert, während moderne Forscher die tatsächliche Anzahl auf etwa 16.000 schätzen.
Sima Qian berichtet auch von einer geschmückten Decke, die den Nachthimmel symbolisiert, und von Schutzmechanismen, um Grabräuber abzuschrecken. Obwohl es nicht genau bekannt ist, wie sehr diese Beschreibungen der Realität entsprechen, bestätigen moderne Forschungen einige davon.
Geophysikalische Analysen zeigten hohe Quecksilberwerte rund um den Hügel, was auf eine mögliche Anwesenheit im Inneren hindeutet. Radaruntersuchungen haben große Hohlräume und Strukturen enthüllt, die auf das Vorhandensein mehrstöckiger Räume hinweisen. Aber warum sind die Ausgrabungen nicht im Gange?
Ein Schritt ins Ungewisse
Die Ursachen liegen in politischen Faktoren und Problemen des Erhalts. Während Legenden über Fallen und Quecksilberflüsse möglicherweise beängstigend wirken, sind sie nicht das Haupthindernis für die Ausgrabungen.
Archäologen haben Teile des äußeren Mausoleums untersucht – Werkstätten, Grabgruben und die Terrakotta-Armee, aber der zentrale Hügel mit dem Grab bleibt unberührt. Er ist so konstruiert, dass er für immer im ursprünglichen Zustand erhalten bleibt, wahrscheinlich hermetisch.
Jeder Versuch, diese Isolation zu durchbrechen, könnte katastrophale Änderungen der Temperatur und Feuchtigkeit zur Folge haben, was die Inhalte gefährden würde. Dies wurde bereits praktisch während der Ausgrabungen der Terrakotta-Armee bestätigt, wo die Farben der Figuren nach Kontakt mit der Luft zu bröckeln begannen.
Deshalb hält die chinesische Behörde für den Schutz des kulturellen Erbes am Grundsatz fest: Ausgrabungen sind nur mit der Garantie der vollständigen Erhaltung möglich. Derzeit erlauben moderne Technologien dies nicht.
Zwei Bedrohungen: Quecksilber und Politik
Neben den Erhaltungsproblemen gibt es physische und politische Risiken. Quecksilberdämpfe stellen bereits eine ökologische Bedrohung an der Oberfläche dar. Wenn es im Inneren Quecksilberseen gibt, könnte deren Entdeckung zu Vergiftungen führen.
Für die Planung einer solchen Expedition werden Fachkräfte für gefährliche Materialien benötigt, was die Organisation äußerst komplex macht.
Politisch ist Qin Shi Huang eine bedeutende Figur in der chinesischen Geschichte, und sein Grab ist ein nationales Symbol. Schlechte Ausgrabungen oder Beschädigungen von Artefakten würden große Resonanz hervorrufen. Die Erwartung neuer Technologien gibt der Regierung auch die Möglichkeit, Risiken zu minimieren.
China verfolgt normalerweise einen vorsichtigen Ansatz in der Archäologie, insbesondere in Fällen mit starker politischer und symbolischer Bedeutung.
Sehen, aber nicht anfassen
Obwohl es Einschränkungen gibt, gibt es auch positive Nachrichten. Wissenschaftler können Informationen über das Grab erhalten, ohne direkt einzugreifen. Über die Jahre werden nicht-invasive Forschungen durchgeführt, darunter Radar- und magnetometrische Methoden.
Solche Forschungen ermöglichen es Archäologen, den Innenraum des Komplexes zu rekonstruieren, ohne dessen Hermetik zu verletzen. Das Grab ist eine der am detailliertesten untersuchten, aber noch nicht geöffneten Strukturen der Welt. Dadurch kann die Wissenschaft 'berühren', ohne direkten Kontakt zu haben.
Übrigens fanden Paläontologen im Osten Chinas einzigartige Dinosauriereier, deren Hohlräume mit Calcitkristallen gefüllt wurden, was die Beschreibung einer neuen Art – Shixingoolithus qianshanensis, einem möglichen Verwandten der pflanzenfressenden Ornithopoden – ermöglichte. Es wurden auch Gelege mit seltenen Dinosaurierembryonen entdeckt, die Details der Skelette bewahrt haben.
Somit bleibt das Grab von Qin Shi Huang eines der größten Geheimnisse der Archäologie. Und obwohl Ausgrabungen auf lange Zeit blockiert sein können, erlauben moderne Technologien den Wissenschaftlern, nach und nach die Geheimnisse dieses einzigartigen Komplexes zu lüften. Nur die Zeit wird zeigen, was der riesige Hügel unter der Erde verbirgt.
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