Die NABU hat Timoschenko verdächtigt: feste Abstimmungen im Parlament gegen Geld.
Nach Angaben von ТСН: Das Nationale Anti-Korruptionsbüro der Ukraine hat gemeinsam mit der Spezialisierten Antikorruptionsstaatsanwaltschaft eine Verdächtigung gegen die Leiterin einer der Fraktionen des Obersten Rates der Ukraine wegen des versuchten Kaufs von Abgeordneten ausgesprochen.
Nach Informationen von NABU und SAP wurden im Dezember 2025 Fakten eines unrechtmäßigen Vorteils für Abgeordnete bei der Verabschiedung von Gesetzesprojekten festgestellt. Dies führte zu einer angespannten Situation im Abgeordnetenkörper, die die Fraktionsleiterin auszunutzen versuchte.
Details der Ermittlungen
Die Ermittlungen ergaben, dass die Verdächtige Gespräche mit bestimmten Abgeordneten über die Schaffung eines Systems zur Gewährung unrechtmäßiger Vorteile im Austausch für Abstimmungen aufgenommen hat. Es handelte sich nicht um einmalige Vereinbarungen, sondern um eine regelmäßige Zusammenarbeit, die Vorauszahlungen über einen längeren Zeitraum beinhaltete.
In den Ermittlungsunterlagen war von monatlichen Zahlungen die Rede, wobei die Verdächtige die Absicht bekundete, im Voraus finanzielle Überweisungen für Abstimmungen mit kontinuierlicher Zusammenarbeit vorzunehmen.
Während geheimer Ermittlungsmaßnahmen wurden Gespräche aufgezeichnet, in denen der Mechanismus zur Koordinierung von Abstimmungen besprochen wurde. Bekannt ist, dass die Abgeordneten nach Erreichung von Vereinbarungen Anweisungen über einen geschützten Messenger erhielten, mit Abstimmungsoptionen - „ja“, „nein“, „enthalten“ oder Abstimmung ignorieren.
Kontrollsysteme und Personalfragen
Darüber hinaus richtete die Ermittlungen Aufmerksamkeit auf die Vereinbarungen zur Aufnahme von Gesetzesprojekten in die Tagesordnung: Die Abgeordneten verpflichteten sich, die Aufnahme von Fragen zu unterstützen, jedoch nicht für die selbst Gesetzesprojekte zu stimmen, um diese zu blockieren. Dies ermöglichte die Kontrolle der Tagesordnung und die Verhinderung der Verabschiedung unerwünschter Entscheidungen.
Auch die Vereinbarungen betrafen Personalfragen im Parlament. Laut den Ermittlungen diskutierte die Verdächtige ein Abstimmungsschema über die Abberufung bestimmter Personen von ihren Ämtern, ohne ihre Ernennung auf neue Positionen zu unterstützen.
Im Januar 2026 wurde die Fraktionsleiterin enttarnt und ihr wurde die Verdächtigung überreicht. Während der Ermittlungen wurden Geldbeträge gefunden, darunter 100 US-Dollar-Noten, die laut Version der Ermittler mit der Durchführung dieses Mechanismus verbunden gewesen sein könnten.
Die Handlungen der Verdächtigen werden gemäß Teil 4 Artikel 369 des Strafgesetzbuchs der Ukraine klassifiziert - das Angebot, einer Amtsperson in erheblichem Umfang unrechtmäßige Vorteile zu gewähren. Die Voruntersuchung läuft.
NABU und SAP hoben hervor, dass gemäß der Verfassung der Ukraine eine Person als unschuldig gilt, bis ihre Schuld vor Gericht bewiesen ist.
Es wurde bereits berichtet, dass die Vorsitzende der Partei „Vaterland“, die Volksabgeordnete Julia Timoschenko, ebenfalls eine Verdächtigung von NABU und SAP erhalten hat, und in ihrem Büro fanden Durchsuchungen statt.
Diese Situation unterstreicht die Wichtigkeit des Kampfes gegen die Korruption in der Ukraine und entfaltet Mechanismen, die das Vertrauen in die parlamentarischen Institutionen untergraben können. Die Ermittlungen dauern an, und ihre Ergebnisse könnten erhebliche Auswirkungen auf die politische Situation im Land sowie auf die weiteren Schritte der Strafverfolgungsbehörden im Bereich der Korruptionsbekämpfung haben.
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