Dänemark zieht rote Linie: Trumps Milliardendeal für Grönland.

Dänemark zieht rote Linie: Trumps Milliardendeal für Grönland
Dänemark zieht rote Linie: Trumps Milliardendeal für Grönland

Ein ungewöhnliches Angebot

Nach Angaben von TSN.ua: US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Vorstoß in der Grönland-Frage unternommen. Sein Vorschlag: Jeder der etwa 57.000 Einwohner der Insel soll eine Million Dollar erhalten, sollte Grönland Teil der USA werden. Diese Idee entstand nach Gesprächen mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte und dem Rückzug US-amerikanischer Zolldrohungen. Die Gesamtsumme dieser direkten „Prämie“ würde sich damit auf rund 57 Milliarden Dollar belaufen.

Dänemark, das die Außen- und Verteidigungspolitik Grönlands verwaltet, hat diese Pläne jedoch umgehend und entschieden zurückgewiesen. Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen erklärte, eine Abtretung Grönlands sei absolut nicht verhandelbar und stelle eine „rote Linie“ dar.

'Das wird nicht passieren – die USA werden Grönland nicht besitzen.' Lars Løkke Rasmussen, dänischer Außenminister

Trump hingegen sprach von der Schaffung eines „Rahmens für eine künftige Vereinbarung“ über Grönland und betonte, dass ein solcher Deal zeitlich unbegrenzt gelten solle: „Auf ewig. Es gibt keine zeitliche Begrenzung. Es ist ein Deal für immer.“

Diplomatische Verstimmung

Die Lage bleibt somit angespannt, da die Positionen der USA und Dänemarks unvereinbar scheinen. In Davos hatte Trump die Pläne zwar mit NATO-Generalsekretär Rutte besprochen, doch konkrete Beschlüsse stehen aus. Es ist unklar, wie es nach dieser klaren Absage aus Kopenhagen weitergehen soll. Historisch betrachtet ist der Kauf von Territorien zwar nicht unbekannt, doch im 21. Jahrhundert stößt ein solches Ansinnen auf massive politische und moralische Hürden.

Der Vorfall unterstreicht die Komplexität internationaler Beziehungen, besonders bei Fragen territorialer Souveränität. Grönland verfügt über eine eigene Regierung und eine weitreichende Autonomie innerhalb des dänischen Königreichs, was die Verhandlungen zwischen Washington und Kopenhagen zusätzlich erschwert. Die entschiedene Antwort Dänemarks zeigt dessen Entschlossenheit, den Status Grönlands zu wahren, und könnte die diplomatischen Beziehungen nachhaltig belasten.


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