Rekordzahlung: Russland pumpt 210 Milliarden Rubel in Raffinerien wegen Treibstoffkrise.
Milliardenschwere Staatshilfe für Russlands Ölraffinerien
Nach Angaben von UATV: Um den akuten Benzinmangel im Land zu bekämpfen, hat die russische Regierung ihren Raffinerien im vergangenen Monat die Rekordsumme von 210 Milliarden Rubel überwiesen. Dies ist der höchste monatliche Betrag seit Dezember 2023. Mit diesen Finanzspritzen soll der angeschlagene Treibstoffmarkt stabilisiert werden.
Ursachen der Benzinverknappung
Ausschlaggebend für diese beispiellosen Zahlungen war unter anderem der Stillstand der viertgrößten Raffinerie Russlands: das Werk NORSI in Kstowo, das zum Konzern Lukoil-Nizhegorodnefteorgsintez gehört. Die Anlage musste ihren Betrieb nach einem Angriff ukrainischer Drohnen einstellen. Dieser Ausfall verschärfte die ohnehin angespannte Versorgungslage mit Kraftstoffen erheblich.
Durch die massiven finanziellen Hilfen für die Raffinerieindustrie versucht Moskau, die Versorgungsengpässe zu überbrücken.
Die drastische Aufstockung der Subventionen zeigt, wie ernst die Lage auf dem russischen Treibstoffmarkt ist – eine Krise, die durch externe Faktoren wie den militärischen Konflikt ausgelöst wurde. Der Ausfall einer wichtigen Raffinerie hat zu einer spürbaren Verknappung geführt, die die Regierung nun durch hohe Investitionen auszugleichen versucht. Da eine stabile Treibstoffversorgung für den Transportsektor und die Industrie Russlands überlebenswichtig ist, könnten die anhaltenden Probleme weitreichende wirtschaftliche Folgen haben.
Lesen Sie auch
- Wasserpreise in Lemberg sollen sich verdoppeln: Das erwartet die Haushalte
- Benzinnot in Russland: Zwölf Regionen schränken öffentliche Verkehrsmittel ein
- Russlands Wirtschaft am Abgrund: Ex-WTO-Chef sieht Hauptursache im Ukraine-Krieg
- Mobilfunkanbieter passen Tarife an: Das bieten Kyivstar, Vodafone und Lifecell für bis zu 300 Griwna
- NABU dementiert Ermittlungen gegen PHU Lechmar: Offizielle Klarstellung veröffentlicht
- Russlands Öleinnahmen brechen ein: Haushaltsdefizit von 80 Milliarden Dollar erwartet

